Red Bull & das Auto, hinter dem alle her sind
In Valencia wurden am Dienstag der nagelneue Red Bull RB7 und der neue Mercedes- "Silberpfeil" enthüllt. Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz schaut sich sein Auto am Mittwoch an.

Foto © APDas RB-Duo
"Schumi trägt die Nase hoch", titelte die deutsche "Bild-Zeitung". Und wer weiß, ob sie damit wirklich nur das Design des neuen Mercedes-"Silberpfeils", der am ersten Tag der ersten Testfahrten des neuen Formel-1-Jahres in Valencia enthüllt wurde? Denn nicht nur einmal ist im Zusammenhang mit Michael Schumacher und mit Mercedes auch das Wort WM-Titel gefallen. Aber selbst Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sagte ja in einem Interview, er traue "Schumi" ohne Weiteres zu, noch einmal um Siege und Weltmeisterschaft zu fahren.
Neuer Red Bull
Man sei "selbstbewusst, aber keinesfalls arrogant", sagte ein paar Garagen weiter Christian Horner, Teamchef von Red Bull Racing, als jenes Auto präsentiert wurde, hinter dem die gesamte Formel 1 her sein wird. Weltmeister Sebastian Vettel und Mark Webber zogen ein blaue Plane herunter, ohne viel Firlefanz, dann stand er da, der nagelneue Red Bull, Modell RB 7.
Auf den ersten Blick waren keine gravierenden Unterschiede zum letztjährigen Auto zu erkennen. Die Nase ist, dem allgemeinen Trend entsprechend, höher angesetzt. Der Heckflügel wirkt eher schlicht und konservativ. "Aber Adrian (Designer-Genie Adrian Newey, Anm.) ist noch immer irgendetwas eingefallen", sagte Red-Bull-Konsulent Helmut Marko kryptisch, als das neue Modell noch nicht einmal fertiggestellt war.
Neue Regeln
Und so beschäftigten Sebastian Vettel vorerst eher die Neuerungen des Reglements, von denen er noch nicht recht weiß, was sie bringen werden. "Bei KERS (Hybridtechnologie, Anm.) stellt sich die Frage, wie gut und effizient unser System sein wird", sagte Vettel, nachdem Red Bull vor zwei Jahren KERS noch nicht wirklich genutzt hat. Der Heckflügel darf per Knopfdruck zweimal pro Runde verstellt werden, um Überholmanöver zu erleichtern. "Man kann nicht abschätzen, was es tatsächlich bringen wird", sagte Vettel. Und an die neuen Pirelli-Reifen müssen man "sich auch erst gewöhnen." Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz ersparte sich den großen Trubel der Präsentation. Er fliegt erst am Mittwoch nach Valencia und schaut sich seinen neuen Rennwagen in aller Ruhe an.
















