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Zuletzt aktualisiert: 21.01.2011 um 14:59 UhrKommentare

Formel 1 weist Verwicklung abermals zurück

Die Formel 1 hat am Freitag in einer Aussendung eine Verwicklung in die Affäre um das rätselhafte Millionenvermögen des früheren BayernLB-Vorstands Gerhard Gribkowsky zurückgewiesen.

Foto © APA

Weder das Unternehmen noch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hätten über die normalen Bezüge Gribkowskys hinaus Zahlungen geleistet oder wüssten von Zahlungen an den Ex-Banker, teilte die Formel-1-Gruppe mit.

Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den noch immer in Untersuchungshaft sitzenden Gribkowsky unter anderem wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Die Ermittler werfen dem ehemaligen Risikovorstand vor, im Umfeld des Verkaufs der BayernLB-Anteile an der Formel 1 50 Mio. Dollar (37,1 Mio. Euro) für ein nicht näher beschriebenes "Entgegenkommen" erhalten zu haben. Das Geld bekam er über Umwege und brachte es in eine Stiftung in Österreich ein. Zudem habe er das Vermögen in Deutschland nicht versteuert.

"Stets bestritten"

Vor dem Verkauf war die Landesbank Mehrheitseigentümerin der Rennserie. Der BayernLB waren die Anteile nach der Pleite des Medienzars Leo Kirch 2003 als Sicherheit für Kredite zugefallen, Gribkowsky organisierte den Verkauf des Pakets an den Finanzinvestor CVC Ende 2005. Auch dort hat man Zahlungen stets bestritten.

Nach dem Verkauf gehörte Gribkowsky der obersten Holdinggesellschaft der Formel-Eins-Gruppe an, teilte die Formel 1 heute mit. Er habe aber keine operativen Befugnisse gehabt. "Für seine Dienste erhielt er jährliche Bezüge von 50.000 US-Dollar", heißt es in der Aussendung, Gribkowsky habe über diese Bezüge hinaus kein Geld erhalten: "Die Formel-Eins- Gruppe und Herr Ecclestone sind weder involviert in irgendwelche anderen Zahlungen an Dr. Gribkowsky oder jemanden aus seinem Umfeld noch haben sie Kenntnis von solchen Zahlungen."

Die Staatsanwaltschaft in München geht indes davon aus, dass das Geld aus dem Umfeld der Formel 1 stammt. Medienberichten zufolge war Gribkowsky noch in anderen Firmen des weit verzweigten Ecclestone-Reichs tätig. Das Engagement bei der Firma Delta Topco etwa ist im Geschäftsbericht 2007 der BayernLB vermerkt.


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GEPA/Reuters/Fotolia

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