Kampfansage von Klien
"Die Wenigsten schaffen es, zurückzukommen", weiß Christian Klien, glaubt aber trotz Konkurrenz von Bezahlfahrern an seine Chance, bei Hispania Racing 2011 ein Stammcockpit zu ergattern.

Foto © APErfahrung als "Argument": Christian Klien
Er ist der einzige Österreicher mit absehbaren Chancen auf die Formel 1. Nach seinem Comeback in der Königsklasse will Christian Klien 2011 alle 20 Grand Prix bestreiten. Am ehesten scheint das beim spanischen Neueinsteigerteam Hispania Racing (HRT) möglich, für den er schon heuer drei Rennen gefahren ist. "Ich werte die Renneinsätze auch als vorgezogenen Test für 2011", erklärte Klien am Donnerstag in einer Aussendung.
Entscheidung ist noch keine gefallen. Die ersten Testfahrten für die kommende Saison starten am 1. Februar in Valencia. Klien ist mit HRT in guten Gesprächen, finanzstarke Bezahlfahrer könnten ihn aber einmal mehr sein Cockpit kosten. "Der wirtschaftliche Faktor ist seit zwei Jahren überproportional wichtig geworden", erklärte Klien. "Die Teams stehen unter enormem Kostendruck." Einzige Lösung wäre es, die Kosten für die Königsklasse deutlich zu senken.
"Mein großer Bonus war und ist mein Alter"
Klien erinnerte daran, dass sich klassische Bezahlfahrer schnell auch als Eigentor erweisen können - wenn die Leistung und dadurch die Millionen bringenden Plätze für die Konstrukteurs-WM ausbleiben, wenn Chassis zerstört werden, wenn manche Gelder womöglich nicht einmal überwiesen werden. "Mein großer Bonus war und ist mein Alter", meinte der 27-Jährige. Die Kombination aus seiner Jugend und F1-Erfahrung sei "ein gutes Argument", glaubt Klien.
Der Vorarlberger, der sich im Winter in der Heimat fit hält, war nach seiner Ausbootung bei Red Bull 2006 drei Jahre als Test- und Ersatzfahrer bei Honda und BMW-Sauber tätig gewesen, betrachtet die Erfahrungen in den Topteams aber als wertvoll. Genugtuung empfinde er, nach vier Jahren wieder Rennen bestritten zu haben. "Denn die wenigsten Fahrer schaffen es, wieder in die Formel 1 zurückzukommen", erklärte Klien. Das will er nun längerfristig tun.












