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Brawn: "Ich habe ein reines Gewissen" Vettel hofft auf ersten Sieg in Kanada Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Formel 1 Nächster Artikel Brawn: "Ich habe ein reines Gewissen" Vettel hofft auf ersten Sieg in Kanada
Zuletzt aktualisiert: 25.09.2010 um 18:40 UhrKommentare

Alonso eroberte Pole vor Vettel

Ferrari-Pilot Fernando Alonso holt Sebastian Vettel im Qualifying noch ein und damit die Poleposition im Grand Prix von Singapur. Neben ihm startet der deutsche Red Bull-Pilot. Hamilton und Button stehen in Reihe zwei.

Foto © AP

Fernando Alonso peilt im Nachtrennen von Singapur seinen zweiten Grand-Prix-Erfolg in Serie an. Der Spanier im Ferrari distanzierte im Qualifying für den Großen Preis am Sonntag (14.00 Uhr/live Sky, ORF) den bisher souveränen Deutschen Sebastian Vettel um 0,067 Sekunden. Hinter Red Bulls Vettel reihte sich der Brite Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes vor seinem Teamkollegen und Titelverteidiger Jenson Button ein. WM-Leader Mark Webber (Red Bull) kam nicht über Platz fünf hinaus.

Christian Klien nimmt seinen ersten Grand Prix nach vier Jahren Pause vom 22. Startplatz in Angriff. Der für Hispania Racing (HRT) fahrende Vorarlberger ließ bei seinem Comeback im Formel-1-Zirkus mit einer Zeit von 1:52,946 Min. im Qualifying seinen Teamkollegen Bruno Senna (1:54,174) hinter sich. Ferrari-Pilot Felipe Massa blieb nach einem Motorschaden ohne Zeit und startet deshalb vom 24. und damit letzten Startplatz.

12 von 14 Poles hatte Red Bull in dieser Saison erobert. Nach dem Grand Prix von Italien in der Vorwoche mussten die "Bullen" nun erneut Fernando Alonso den Vortritt lassen. Der bereits in Monza erfolgreiche Asturier legte auf dem 5,073 Kilometer langen Stadtkurs in der Marina Bay mit einer Zeit von 1:45,390 Minuten vor. Vettel, der im Training zuvor das Maß aller Dinge gewesen war, konnte nicht kontern.

Kein Rhythmus

"Es war ein durchwachsenes Qualifying. Ich habe nie meinen Rhythmus gefunden, hatte ständig Verkehr und kam im Unterschied zum Training nicht in eine Runde", meinte der WM-Fünfte Vettel. "Wir haben es nicht auf die Pole geschafft, auch wenn wir das Auto dafür gehabt hätten. Wir haben es im Unterschied zu Fernando nicht geschafft, das Maximum aus dem Auto herauszuholen."

Alonso legte bereits mit dem ersten Run in der dritten Qualifikationsphase vor. "Ich glaube, dass wir hundert Prozent aus dem Auto herausgeholt haben. Wir wollten kein Risiko eingehen, daher gingen wir nach Felipes Problem auf die Standardeinstellungen des Motors zurück", erklärte der zweifache Weltmeister, dessen Teamkollege Massa bereits in der ersten Quali-Phase auf der Strecke stehen geblieben war.

Vor dem 15. von 19 WM-Läufen hat Webber mit 187 Punkten und fünf Zähler mehr als Ex-Weltmeister Hamilton (182). Alonso folgt auf nach zwei Siegen in den vergangenen vier Rennen auf Rang drei (166) - vor Titelverteidiger Button (165) und Vettel (163).

Klien schlug Senna

Für Klien lief es im Qualifying nach Plan: Der Hohenemser distanzierte seinen Teamkollegen Senna um mehr als eine Sekunde. Mit der Ausgangslage zufrieden zeigte sich der 27-Jährige aber trotzdem nicht. "Wir liegen über sechs Sekunden hinter der Spitze und leider auch eine Menge hinter Lotus und Virgin. Dieser Stadtkurs liegt dem Auto leider überhaupt nicht", meinte Klien, der noch bis tief in der Nacht an der Abstimmung gearbeitet hatte.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass ich mich ja erst an das Auto gewöhnen muss, weil ich vor diesem Wochenende keine 40 Runden damit gefahren bin", erklärte der Vorarlberger. Er wolle das gewonnene Quali-Duell mit seinem Teamkollegen aber trotzdem nicht überbewerten: "Jetzt machen wir einen Schritt nach dem anderen. Heute war gut, aber der wichtige Tag ist morgen. Wenn es mir gelingt, dem Team als Ersatzfahrer weiter zu helfen, dann ist meine Mission vorerst erfüllt."

Für seinen 48. Grand Prix am Sonntag nahm sich Klien, der für den offiziell an einer Lebensmittelvergiftung leidenden Japaner Sakon Yamamoto in Singapur im Cockpit sitzt, noch nicht zu viel vor. Geduldig auf die Chance warten, lautet das Motto. "Wir können nur schauen, fehlerfrei durch die frühe Rennphase zu kommen und dann auf unsere Chance zu lauern."


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GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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