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Zuletzt aktualisiert: 22.07.2010 um 17:35 UhrKommentare

Mateschitz: "Wir spielen Fußball, fahren Formel 1"

Anlässlich der Jahrestagung von Sports Media Austria, der Vereinigung von Österreichs Sportjournalisten hat sich RB-Chef Mateschitz einem seltenen, aber sehr ausführlichen Frage-und-Antwort-Spiel zur Verfügung gestellt.

Didi Mateschitz

Foto © GEPADidi Mateschitz

Mateschitz bewies dabei Ausdauer, ein gesamtes Fußball-Match samt Nachspielzeit lang gab er einen interessanten, mit Anekdoten gespickten Einblick ins Imperium Red Bull. Der Red-Bull-Geschäftsführer gab dabei u.a. auch bekannt, dass es nächstes Jahr für das Red-Bull-Air-Race wohl eine Kunstpause geben wird, um an weiteren Sicherheitsverbesserungen in dieser rasanten Sportart zu sorgen. Von einer Million verkauften Dosen im ersten Jahr vor über 20 Jahren hat sich Red Bull zu einer weltbekannten Marke mit derzeit vier Milliarden Dosen pro Jahr entwickelt. Red Bull wird 2010 laut Mateschitz das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte schreiben.

"In über 20 Jahren ist uns so ziemlich alles aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben und das betrifft sowohl das Unternehmen als auch andere Dinge", sagte Mateschitz. Bei den "Corporate projects" sei man im Fußball "mittendrinnen, aber noch nicht so weit wie in der Formel 1. In der Formel 1 sind wir besser als es dem Punktestand entspricht." Red Bull sei beim Sportsponsoring neue Wege gegangen. "Ich glaube bei aller Bescheidenheit, dass wir Sportsponsoring doch neu definiert haben. Wie ich von der Wirtschafts-Uni runtergegangen bin, da hat man es von den Zielen her in Bekanntheitsgrad der Marke bzw. in Aktualität der Marke definiert. Rein quantitative Bekanntheitsgradzahlen, qualitative Aspekte hat es nicht gegeben." Früher sei die Lesbarkeit des Logos im Fernsehen von Agenturen gestoppt worden. "Das machen 90 Prozent der Unternehmen nach wie vor so." Große Firmen nehmen nach wie vor viel Geld in die Hand und kaufen sich beispielsweise Kotflügel an Autos etc.

"Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir versuchen werden, die Verantwortung für den Sport zu übernehmen. Für den Erfolg genauso wie für den Misserfolg. Wir spielen Fußball, wir fahren Formel 1 und wir kommen nicht von außen und unterstützen das finanziell." Die Qualität dieser Art von Sponsoring sei ein Vielfaches. Beispielsweise der Doppelsieg in der Formel 1 in Monte Carlo vor über einer Milliarde Fernsehzuschauer, nicht mehr zählbaren Print-Doppelseiten. "Das sind dann Dinge, die kann man zu 100 Prozent für sich in Anspruch nehmen und nicht zu zehn Prozent, wie es Marlboro kann, wenn dasselbe Ferrari macht." Dies sei der Unterschied in der Philosophie. Red Bull müsse in der jeweiligen Szene integriert sein. "Das heißt, die Roten Bullen müssen spielen und nicht Ferrari oder Chelsea, die Roten Bullen spielen Fußball, spielen Eishockey, fahren Autorennen." Auch selbst kreierte Veranstaltungen wie das Air-Race oder Cliffdiving spielten dabei eine Rolle. 33 bis 37 Prozent des Nettoerlöses werde wieder in Marketing refundiert.


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GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
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2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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