Formel 1 bald wieder am Ring?
Bernie Ecclestone erwägt Rückkehr nach Spielberg. Wir haben überprüft, ob Umwelteinschränkungen Rennen der Formel 1 am künftigen Red Bull Ring verhindern können.

Foto © FröhlichDiesen Blick warfen wir gestern aufs Boxengebäude. Auch Bernie Ecclestone soll Spielberg im Blickfeld haben
Kehrt die Formel 1 schon 2011 zurück nach Spielberg? Eine Frage, die sich seit dem vergangenen GP-Wochenende in Valencia stellt. Dort soll Bernie Ecclestone avisiert haben, Österreich solle sich als Ersatz für eines der Rennen in Asien bereithalten (wir berichteten).
Zum Thema
Stellt sich die Frage, ob eine Rückkehr möglich ist. Die Antwort lautet ja, aber es wäre kompliziert. An der Strecke scheitert es nicht. Der künftige Red Bull Ring ist für Formel-1-Testfahrten homologiert, da ist es nur ein kleiner Schritt zur Genehmigung für Rennen.
Um die rechtliche Seite zu beurteilen, braucht es einen Blick in den UVP-Bescheid. Das Projekt Spielberg wurde unter enormen Umwelteinschränkungen genehmigt. Es gibt für die ganze Saison ein Lärmkontingent. Käme die Formel 1, würde das so viel Lärm verursachen, dass andere Veranstaltungen massiv zurückgeschraubt werden müssten.
Unter Ausschluss der Fans
Außerdem bräuchte es weitere Gutachten über Lärm-, Luft- und Verkehrsbelastungen. Und auch die Besucherzahl ist laut UVP-Bescheid stark eingeschränkt: Es dürfen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen maximal je 25.000 Besucher ins Gelände. Die Formel 1 braucht jedoch drei Tage. Damit müsste der erste Trainingstag des Rennwochenendes beinahe unter Ausschluss der Fans stattfinden - was sich auf den Fernsehbildern nicht besonders gut machen würde.
Ausnahmen? Wären nur möglich, wenn sie sich geringfügig auf die Umwelt auswirken. Um herauszufinden, was geringfügig bedeutet, bräuchte es wiederum jede Menge Gutachten.
Was passiert, wenn der UVP-Bescheid nicht beachtet wird? Dann gäbe es nicht nur Verwaltungsstrafen. Im schlimmsten Fall wäre der Entzug der Genehmigung für die Rennstrecke möglich. Außerdem hätten die Ringgegner von einst rund um Karl Arbesser wegen privatrechtlicher Vereinbarungen finanzielle Ansprüche. So kostet jeder Tag, an dem das Lärmkontingent überschritten wird, 15.000 Euro.














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