Alonso muss Farbe bekennen
Fernando Alonso hat erst einmal einen Spanien-Grand-Prix gewonnen. Das wollen er und 90.000 Fans ändern.

Foto © ReutersFernando Alonso
Es kommen ganz wichtige Tage im Leben des Fernando Alonso. Schon das Spezielle eines Heimrennens sorgt für Spannung. Seit Alonso in der Formel 1 fährt, seit er Weltmeister geworden ist und zum Sieger mutierte, ist der Grand Prix von Spanien auf dem Circuit de Catalunya auch ein spanisches Fest. "Ich kann mich noch erinnern, als rund 70 Prozent der Fans aus dem Ausland gekommen sind. Heute ist das anders. Das ganze Land nimmt Anteil", sagt der Champion der Jahre 2005 und 2006. Und man erinnert sich. Früher war Imola der Auftakt zur Europa-Tournee, ein gewisser Schumacher färbte die Emilia Romana und die gesamte Formel 1 in tiefes Ferrari-Rot. Bis man nach Katalonien kam. Blau-Gelb hatten sich die Fans verfärbt wie aufgeregte Chamäleons. In die Farben Asturiens, ins Couleur der Heimat von Alonso.
Jetzt soll der 28-jährige Spanier wieder Weltmeister werden. Aber während damals das asturische blaugelb bestens zu Renault gepasst hat, musste man sich nun für den Ferrari-Piloten Alonso etwas Neues ausdenken. Findige Merchandising-Experten verkaufen in den Fan-Shops rund um den Circuit de Catalunya blaue Ferrari-Leibchen. Ein Novum, eine Rarität, Ferrari bläulich, buuh . . .
Emotionen
Für manche ein Stilbruch, für Alonso Beweis, "wie emotional die Formel 1 in Spanien angenommen wird. So emotional wie auch für mich. Ich hoffe nur, dass ich mit einer neuen Autofarbe in Spanien gewinnen kann." 2006 feiert Alonso in Valencia den bislang einzigen Heimsieg.
Aber es wird nicht leicht im Aufrüstungswahn der Formel 1. Ferrari soll die Motorenprobleme erkannt und beseitigt, Aerodynamisches neu erfunden haben. "Wir hoffen, dass wir in die richtige Richtung gehen", meint Aldo Costa, Technikchef bei Ferrari. Und selbst der Barcode, symbolisiertes Logo einer Zigarettenmarke, wurde überpinselt. Der Anti-Raucher-Lobby war es zu eindeutig. Der "Marlboro-Mann" der Formel 1 hat nun endgültig ausgedient.












