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Zuletzt aktualisiert: 15.03.2010 um 10:59 UhrKommentare

Investor Wolff will Williams wieder an die Spitze führen

Sieben Fahrer- und neun Konstrukteurs-WM-Titel - Williams zählt zu den erfolgreichsten Rennställen in der Geschichte der Formel 1.

Christian "Toto" Wolff

Foto © GEPAChristian "Toto" Wolff

Dorthin soll das Traditionsteam langfristig auch wieder zurück, geht es nach dem neuen österreichischen Investor Christian "Toto" Wolff. "Wir wollen wieder um die WM fahren und um Siege", betonte der 38-jährige Wiener am Rande des Saisonauftaktes in Bahrain gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. Wolff hält seit November über eine Beteiligungsgesellschaft einen substanziellen Anteil an Williams. Dieser liegt deutlich im zweistelligen Prozentbereich, wächst zudem einer fixen Vereinbarung gemäß. "Vorgesehen ist, dass sich mein Anteil über eine gewisse Zeit erhöht. Ich bin damit stetig steigender Eigentümer", verriet Wolff. "Ein Anteil von zwei Prozent wäre nicht sinnvoll, stattdessen ist es ein Ausbau auf eine signifikante Rolle."

Finanzieller Background

Das Engagement ist zumindest auf drei Jahre ausgelegt, nicht auf schnelle Wertsteigerung. Teamchef Frank Williams und Mitgründer Patrick Head wollen den Rennstall fließend in neue Hände übergeben. Vor Wolff hatten sich die Briten ausländischen Investoren stets widersetzt. "Mein Vorteil ist, dass ich aus dem Business komme. Es geht um jemanden, der einen Konnex zum Motorsport und trotzdem den finanziellen Background hat", meinte der ehemalige österreichische Rallye-Vizemeister und langjährige GT-Pilot. Den Engländern gehe es vor allem um die Fortführung der Firma, sind Williams und Head doch beide bereits weit jenseits der 60. "Es hat eine große Verunsicherung gegeben, was nach Williams kommt", erklärte Wolff. "Daher haben mich die jüngeren Teammitglieder sehr gepusht." Als Vorstandsmitglied und Gesellschafter ist der Wiener bereits in viele Entscheidungen eingebunden, langfristig wird sich sein Einfluss noch deutlich erhöhen.

"Ich möchte länger bleiben. Williams ist ein großartiges Team mit einem super Namen", sagte Wolff. Jetzt liege es daran, zu verstehen, warum es in den vergangenen Jahren nicht nach Wunsch geklappt hat. Ihren bisher letzten WM-Titel hatten die Engländer 1997 mit Jacques Villeneuve eingefahren. Auf die Übermacht der Hersteller wollte Wolff das nicht ausschließlich zurückführen. Zudem gibt es in der Formel 1 durch die neuen Budgetbedingungen auch für Privatteams wieder größere Erfolgschancen - ein Mitgrund für Wolffs Einstieg. "Es gibt viele Faktoren, warum man konkurrenzfähig ist oder nicht", meinte der Teilhaber. "Um das genau zu verstehen, bin ich aber noch zu jungfräulich in dem Geschäft." Geld allein sei bei weitem nicht entscheidend. "Gute Menschen, gute Fahrer und gute Motoren kann man besorgen. Wenn es dann nicht klappt, muss man sich hinterfragen", sagte Wolff, der sein Investment nach drei Jahren evaluieren will - auch die sportliche Zielerreichung, ist diese doch ein mitentscheidender Wertfaktor.

Der Saisonstart in Sakhir war nicht wirklich nach Wunsch gelaufen. Rubens Barrichello fuhr als Zehnter immerhin einen WM-Punkt ein. Der Deutsche Jungstar Nico Hülkenberg, ein großes Versprechen für die Zukunft, kam bei seinem F1-Debüt nach einem Dreher nicht über Rang 14 hinaus. Die vier Topteams Ferrari, Red Bull, McLaren und Mercedes scheinen für Williams zumindest dieses Jahr noch außer Reichweite. "Langfristig wollen wir aber zurück an die Spitze", betonte Wolff. "Dorthin, wo Williams hingehört."


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GEPA/Reuters/Fotolia

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2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
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2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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Foto: KLZ DIGITAL/Scheriau

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