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Zuletzt aktualisiert: 02.03.2010 um 12:05 UhrKommentare

Lauda erwartet Vierkampf um die Formel-1-Krone

Der Ex-Champion glaubt an ein Mercedes-Understatement und geht von einem Vierkampf um den Weltmeistertitel aus. Gute WM-Chancen räumt Lauda auch Rekordweltmeister Schumacher ein.

Niki Lauda

Foto © APANiki Lauda

Österreichs Formel-1-Legende Niki Lauda kauft dem Brawn-Nachfolgeteam Mercedes GP um den zurückgekehrten Rekordweltmeister Michael Schumacher dessen schwache Testzeiten nicht wirklich ab. Der dreifache Weltmeister erwartet die Schumacher-Equipe zum Saisonstart am 14. März in Bahrain auf einer Ebene mit den Topfavoriten Ferrari, Red Bull und McLaren.

"Die vier Topteams werden zum Auftakt alle innerhalb von wenigen Zehntelsekunden liegen", versprach Lauda im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Die Zweifel von Schumacher und seinem Team an der Siegfähigkeit des Autos wollte der Wiener nicht teilen. "Dass Mercedes schwächelt und nicht um den Sieg mitfahren kann, halte ich für eine Untertreibung. Das ist Understatement", meinte Lauda.

In Barcelona hatte zuletzt Ferrari mit dem spanischen Neuzugang Fernando Alonso den stärksten Eindruck hinterlassen. Die Testzeiten seien laut Lauda aufgrund der gewichtsbedingten Unterschiede allerdings nur schwer zu vergleichen. In der kommenden Saison sind Tankstopps im Rennen nicht mehr erlaubt, lediglich Reifenwechsel sind im neuen Reglement vorgesehen.

Sprit-Gewicht wird Hauptproblem

"Daher wird es Autos geben, die in der Qualifikation (mit leeren Tanks) schnell sind, und solche, die im Rennen (mit vollen Tanks) schnell sind", erklärte Lauda. Entscheidend sei die Balance zwischen den beiden Abstimmungen. Zudem müssen die Grand Prix mit dem Reifensatz in Angriff genommen werden, der schon im Qualifying verwendet worden ist. Bei hoher Benzinlast ist der Verschleiß der weicheren, schnelleren Reifen enorm.

"Das Hauptproblem ist das hohe Gewicht des Sprits. Das ist eine völlig neue Komponente", meinte Lauda. "Da haben die Fahrer und die Teams einiges neu zu lernen. Dazu benötigt man vielleicht drei, vier Rennen", gab der Ex-Champion zu bedenken. Zwei Wochen nach dem Auftakt in Bahrain folgen innerhalb von acht Tagen die beiden Rennen in Australien und Malaysia.

Bis dahin seien alle Prognosen mit Vorsicht zu genießen, betonte Lauda. "Um die Unterschiede wirklich zu erkennen, dauert es zwei Rennen Minimum", sagte der 61-Jährige, der das vielbeachtete Comeback das 20 Jahre jüngeren Schumacher nach drei Jahren Pause gut nachvollziehen kann. Lauda selbst war 1982 nach zwei Jahren Absenz in die Königsklasse zurückgekehrt. 1984 war der Österreicher im McLaren zum dritten Mal Weltmeister.

Ausnahmeerscheinung

"Normale Menschen können das vielleicht nicht nachvollziehen. Aber er ist anders als normale Menschen", erklärte Lauda. Schumacher sei eine Ausnahmeerscheinung - als Persönlichkeit und als Rennfahrer. "Für ihn ist es normal, dass er nach drei Jahren wieder die Herausforderung sucht und schauen will, ob er mithalten kann. Normale Menschen würden es vielleicht gemütlicher angehen."

Von der Gemütlichkeit hatte Schumacher seit seinem Rücktritt bei Ferrari im Jahr 2006 offenbar genug. Fünf seiner insgesamt sieben WM-Titel hatte der Deutsche mit der Scuderia geholt. In Bahrain wird er als einer ihrer schärfsten Rivalen am Start stehen. Zwar komme es auch stark auf das Auto an, gestand Lauda. Dennoch: "Wenn Michael fährt, dann ist er vorne wieder volle Pulle dabei. Er ist niemand, der hintennach fährt."

Quelle: APA

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Das US-Medienunternehmen CNN International ist als Sponsor beim neuen Formel-1-Team Lotus eingestiegen. CNN wird mittels längerfristigen Vertrags mit Werbung auf den Autos und der Bekleidung der Fahrer und Teammitglieder aufscheinen.

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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Foto: KLZ DIGITAL/Scheriau

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