Montezemolo sieht Mercedes GP nicht als Werksteam
Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat den Kampf mit Mercedes am Donnerstag verbal eröffnet.

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Der 62-jährige Italiener betonte bei der Präsentation des Ferrari-Boliden für die kommende Saison in Maranello, dass es sich beim neuen Team Mercedes Grand Prix nicht um ein Hersteller-Rennstall im eigentlichen Sinn handle und dass Michael Schumacher nur dank Ferrari in die Formel 1 zurückgekehrt sei.
"Ich habe großen Respekt vor Mercedes. Es ist gut, dass sie sich in der Formel 1 engagieren. Aber es ist ein anderes Engagement als unseres", meinte Montezemolo. "Ihr Team ist in England stationiert. Sie haben Brawn gekauft." Ex-Ferrari-Mann Ross Brawn ist weiterhin Teamchef jenes Rennstalls, der im Vorjahr das Honda-Nachfolgeteam mit Mercedes-Motoren zu beiden WM-Titeln geführt hatte. Werksteams sehen laut Montezemolo allerdings anders aus.
Die Gefahr, dass der langjährige Ferrari-Berater Schumacher Betriebsgeheimnisse zu Mercedes mitnehmen werde, wollte Montezemolo nicht überbewerten. "Um ehrlich zu sein, mache ich mir keine Sorgen, was mit Schumacher nach außen gedrungen ist", sagte der Ferrari-Boss und erinnerte daran, dass er dem Rekordweltmeister ein Comeback schmackhaft gemacht hatte. "Ich war es, der ihm die Idee, in die Formel 1 zurückzukehren, in den Kopf gesetzt hat."
Eine Rückkehr bei Ferrari als Ersatzmann für den verletzten Felipe Massa war im Vorjahr allerdings an Schumachers mangelnder Fitness in Folge eines Motorradunfalles gescheitert. Kurz vor Weihnachten gab der mittlerweile 41-jährige Deutsche dann sein Sensationscomeback im Silberpfeil bekannt. Schumacher gilt damit im Kampf um den WM-Titel neben McLaren und Red Bull als einer der Hauptkonkurrenten des Ferrari-Duos Massa und Neuzugang Fernando Alonso.












