Renault bleibt in Formel 1 und rüstet Red Bull weiter aus
Renault bleibt in der Formel 1. Allerdings will der französische Automobilbauer große Anteile an seinem Rennstall verkaufen. Das bestätigte Renault nach wochenlanger Ungewissheit um sein weiteres Engagement.

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Dank einer neuen Partnerschaft mit einem luxemburgischen Technologieunternehmen bleibt der französische Automobilhersteller Renault in der Formel 1. Das teilte der Konzern am Mittwoch nach wochenlanger Ungewissheit mit. Gleichzeitig verlängerten die Franzosen für die kommende Saison auch den Ausrüstervertrag mit dem österreichisch-englischen Team Red Bull.
Enthusiasmus
Der Teamname Renault wird auch 2010 Bestand haben, allerdings werden Mehrheitsanteile am Rennstall an Genii Capital verkauft. Nach 35 Jahren in dem Sport verkünde Renault eine neue Phase seines Formel-1-Programms, hieß es in der Erklärung. "Ich freue mich sehr darüber, Genii Capital als neuen strategischen Partner bei uns begrüßen zu dürfen", sagte Renaults Teampräsident Bernard Rey. Die Absichtserklärung soll früh im Jahr 2010 unterschrieben sein. Er sei sich sicher, dass der Enthusiasmus und die Businessexpertise des neuen Partners dem Team, den Angestellten und den Partnern eine neue Dynamik verleihen werde, erklärte Rey: "Wir freuen uns, wieder auf höchstem Niveau in der Formel 1 anzutreten."
Erleichtert reagierte auch Red Bull, das seit 2007 mit Aggregaten der Franzosen fährt, auf die Ankündigung Renaults. "Wir sind extrem happy mit der Art und Weise, wie sie mit uns arbeiten und wir freuen uns auf die weitere fruchtbare Partnerschaft mit Renault 2010", sagte Teamchef Christian Horner in einer Pressemitteilung des in der Saison 2009 sechsmal siegreichen Vizeweltmeister-Teams der Konstrukteure. Lange Zeit war spekuliert worden, dass das Team von Vizeweltmeister Sebastian Vettel (GER) zu Mercedes wechseln könnte. "Zusammen glauben wir, dass wir auf diesem Erfolg aufbauen und zu Red Bulls künftigen Bemühungen beitragen können", meinte Renault-Boss Rey.
Positive Schlagzeilen sind für Renault in der Formel 1 vonnöten. Sportlich lag man als Achter in der Konstrukteurswertung weit, weit hinter den Ansprüchen zurück, zudem steht das Team im kommenden Jahr ohne den zweifachen Weltmeister Fernando Alonso da. Und dann gab es auch noch den Skandal um das Singapur-Rennen 2008, als der damalige Teamchef Flavio Briatore Nelson Piquet Junior angewiesen haben soll, einen Unfall zu bauen. Profiteur war damals Alonso: er gewann die Nachtpremiere. Längst ist Briatore bei Renault entlassen und in der Formel 1 bis auf weiteres unerwünscht.
Umso mehr wurden nach den negativen Schlagzeilen um den inszenierten Crash Sorgen laut, dass Renault nach Honda im vergangenen Jahr sowie Toyota und BMW nach der abgelaufenen Saison der Formel 1 den Rücken kehren könnte. Eine Rolle für den Verbleib spielten aber nun auch die "wichtigen Kostenreduzierungsmaßnahmen", die die Formel 1 vor einer drohenden finanziellen Sackgasse retten sollen.
Als Fahrer wurde bisher nur der Pole Robert Kubica bestätigt. Dessen einstiger Teampartner beim BMW-Sauber-Team, Nick Heidfeld, wird als möglicher Kandidat für das zweite Cockpit gehandelt.












