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Zuletzt aktualisiert: 24.10.2009 um 15:45 UhrKommentare

Welche Rolle spielt Schumacher?

Nach seinem Aufstieg zum weltweit obersten Automobil-Funktionär gönnte sich Jean Todt erst einmal Erholung. Laut britischen Medien könnte Rekordchampion Formel-1-Beauftragter werden.

Foto © APA

Der anstrengende Wahlkampf gegen seinen Konkurrenten Ari Vatanen und der am Ende deutliche Sieg waren auch an dem neuen Präsidenten des Automobil-Weltverbandes FIA nicht spurlos vorüber gegangen. "Ich werde jetzt ein ruhiges Wochenende verbringen. Und am Montag die Tür des FIA-Büros in Paris aufschließen", teilte der 63-jährige Franzose mit. Zurück blieben Fragen. Vor allem die, ob sein Ziehsohn Michael Schumacher künftig eine bedeutende Rolle in der FIA spielen wird - und wenn ja, welche?

Richtigen Leute im Team

Britische Medien spekulierten, dass der Formel-1-Rekordweltmeister möglicherweise Todts Beauftragter für die "Königsklasse" werden könnte. Der ehemalige Ferrari-Teamchef hatte nach seiner Wahl angekündigt, dass die Formel 1 für ihn als FIA-Chef nicht das alleinige hauptsächliche Aufgabengebiet sein werde. Er wolle Beauftragte für alle unter dem FIA-Dach organisierten Weltmeisterschaften benennen. "Ich möchte nicht die Probleme unterschätzen, aber der Erfolg in meiner Karriere war immer der gewesen, die richtigen Leute in meinem Team zu haben", sagte Todt. Dass die Beziehung zwischen ihm und Schumacher außergewöhnlich eng ist, ist bekannt. Der Deutsche hatte seinem Freund, mit dem er bei Ferrari fünf seiner insgesamt sieben WM-Titel gewann, im Vorfeld des Votums von Paris als Wahlhelfer gedient. "Er ist wie ein Sohn für mich. Es gab immer einen Platz an meiner Seite und es wird ihn immer geben", betonte Todt.

Der einstige Rallye-Copilot hat aber nicht nur die Formel 1 als Problemzone, für die er fähige Vertraute braucht. Die FIA kümmert sich schließlich nicht nur um den Sport, sondern auch um Fragen des Straßenverkehrs, der Sicherheit oder der Umwelt. Doch zunächst muss Todt erst einmal die FIA wieder einigen. Zwar fiel die Zustimmung mit 135 zu 49 Stimmen deutlicher als erwartet für den Favoriten aus. Große Automobilclubs wie der deutsche ADAC hatten sich allerdings gegen ihn gestellt. Die Fürsprache seines umstrittenen Vorgängers Max Mosley war für ihn dabei nicht hilfreich. "Der Tag der Wahl ist vorbei. Jeder muss nun dieselben Ziele teilen, auch die, die mich nicht unterstützt haben. Ich schließe niemanden aus", appellierte Todt an Freund und Feind.

Quelle: APA

Formel-1-Live-Ticker

GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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