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    Zuletzt aktualisiert: 21.10.2009 um 12:15 UhrKommentare

    Immer auf Kollisionskurs: Ära Mosley geht zu Ende

    Max Mosley ist als Chef des Internationalen Automobilverbands keiner Kollision aus dem Weg gegangen. Jetzt ist das Ende seiner Regentschaft gekommen.

    Max Mosley

    Foto © GEPAMax Mosley

    Am Freitag wird der Nachfolger des seit 1991 amtierenden Verbands-Präsidenten gewählt.

    Mosley hinterlässt ein schillerndes und zugleich schweres Erbe. Der 69-jährige Brite formte und lenkte mit Bernie Ecclestone die Formel 1, bot den mächtigen Auto-Herstellern die Stirn und überstand sogar eine delikate, weltweit diskutierte Sex-Affäre. "Die Zeit ist gekommen, einen Schritt zurückzutreten und ein viel ruhigeres Leben zu genießen", teilte Mosley vor der Stichwahl zwischen Jean Todt und Ari Vatanen den 221 Automobil- und Sportorganisationen der FIA mit.

    Mehr Sicherheit

    Eine von Mosleys größten Hinterlassenschaften ist die Minimierung der Gefahren in der Formel 1. Spätestens seit dem schrecklichen Imola-Wochenende 1994, als der Österreicher Roland Ratzenberger und die brasilianische Legende Ayrton Senna ums Leben kamen, kämpfte der Jurist aus England unentwegt um mehr Sicherheit im Rennsport. Wieder einmal gegen viele Widerstände setzte er seine Kampagne durch, die bis heute eines seiner Kernanliegen ist.

    "Meine sogenannte Entmachtung ist ein Märchen. Die Formel-1-WM ist im Besitz der FIA", betonte er damals - und es klang wie ein Leitspruch. Mosley ließ die Rennställe zusammen mit Ecclestone spüren, wer das Sagen hat. Immer wieder monierten die Teams die Regeländerungen, mahnten mehr Transparenz ein. Der rhetorisch gewiefte Mosley, der fünf Sprachen spricht, ließ sich das Wort aber nicht nehmen. Wer ihn reizt, sollte sich warm anziehen. "Die Menschen mögen es, wenn jemand zurückschlägt", sagte er jüngst und meinte sein Vorgehen in der Videoaffäre, in deren Verlauf große Mitgliedsverbände seinen Rücktritt gefordert hatten.

    "Palastrevolution"

    Mosley aber lief nicht davon, sondern stellte die Vertrauensfrage und erhielt ein überwältigendes Votum. Schon 1991 hatte er nach einer Kampfabstimmung den Franzosen Jean-Marie Balestre als Chef der Motorsport-Behörde FISA abgelöst. Zwei Jahre später übernahm er die Führung des umstrukturierten Dachverbandes unter dem Namen "Federation Internationale d'Automobile" (FIA). Eine erste "Palastrevolution" wehrte er vor neun Jahren ab. Der damalige McLaren-Teamchef Ron Dennis, Eddie Jordan und Sir Frank Williams hatten sich gegen ihn gestellt.

    Mosley weicht nicht aus. Dem einstigen Formel-2-Fahrer wird immer wieder vorgehalten, das Traditionsteam Ferrari zu bevorzugen. Dass McLaren-Mercedes mit dem vermeintlichen Intimfeind Dennis 2007 in der Spionage-Affäre 100 Millionen Dollar (66,8 Mio. Euro) berappen musste und Ferrari ungeschoren davonkam, bestärkte manche Kritiker. Ein Ferrari-Mitarbeiter hatte einem McLaren-Mann geheimes Material zugespielt. Pikant: Mosley spricht sich nun auch überdeutlich für Todt als seinen Nachfolger aus - der Franzose ist ehemaliger Ferrari-Teamchef.

    Gleichwohl war es die von Scuderia-Präsident Luca di Montezemolo angeführte Opposition, die Mosleys Aus in diesem Jahr mit eingeleitet hatte. Die Teamvereinigung FOTA knüpfte ihr Ja zu einem Verbleib in der Formel 1 daran, dass sich der Brite nicht noch einmal zur Wahl stellen würde. Mosley gab nach, auch wenn er es anders darstellt. "Ich stehe nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung", sagte er am 24. Juni. "Nun haben wir Frieden." Zwar ließ er seine Gegner noch einmal zittern, als er mit einem Rücktritt vom Rücktritt kokettierte. Am Ende blieb Mosley aber auf seinem Abschiedskurs.


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      Formel-1-Weltmeister seit 2005

      2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
      2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
      2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
      2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
      2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
      2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
      2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
      2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
      2013: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

       

      Formel-1-Rekordweltmeister

      Fahrer:

      1. Michael Schumacher (GER)
      7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
      2. Juan Manuel Fangio (ARG)
      5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
      3. Alain Prost (FRA)
      4 WM-Titel(1985,86,89,93)
      . Sebastian Vettel (GER)
      4 WM-Titel (2010,2011,2012,2013)

      Konstrukteure

      1. Ferrari
      16 WM-Titel
      2. Williams
      9 WM-Titel
      3. McLaren
      8 WM-Titel

       

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