Schumacher denkt momentan nicht an eine Rückkehr
Wie aber schon bei seiner Pressekonferenz vor eineinhalb Wochen in Genf, als er das Scheitern seiner Comeback-Pläne aus gesundheitlichen Gründen erklärte, sagte Schumacher auch nicht kategorisch Nein.

Foto © APA/Montage Kleine Zeitung DIGITAL
Michael Schumacher denkt nach eigener Aussage momentan "definitiv nicht" an eine Rückkehr in die Formel 1. "Ich sitze nicht in meiner Nackenmaschine und bereite mich auf etwas vor", sagte der siebenfache Weltmeister in einem RTL-Interview am Rande des Großen Preises von Europa in Valencia. "Ich möchte heute nicht weiter darauf eingehen und präziser werden, das wäre nicht passend", meinte er.
Nachwehen vom Testen
Der 40-Jährige, der sich nach seiner Ankündigung, als Ersatz für den verunglückten Felipe Massa einzuspringen, akribisch und mit großem Einsatz für eine Rückkehr vorbereitet hatte, spürt noch immer die Runden in einem alten Ferrari in Mugello vor rund drei Wochen. "Ich habe noch Nachwehen vom Testen", betonte Schumacher mit Verweis auf seinen Nacken, nachdem er bei einem Motorradsturz im Februar in Spanien schwere Verletzungen erlitten hatte - unter anderem einen Halswirbelbruch, der allerdings komplett ausgeheilt ist. Zu schaffen macht ihm aber immer noch, dass bei dem Unfall eine feine Struktur im Bereich der Schädelbasis geborsten war.
Dass er Massa und seinem Arbeitgeber den Freundschaftsdienst nicht leisten konnte, kann Schumacher verkraften. "Dass ich mit meinen Gefühlen kämpfen muss, weil ich jetzt nicht im Wagen sitze, ist nicht der Fall. Ich war schon immer ein sachlicher Typ und kann das einordnen", erklärte Schumacher, der in Valencia nun dem Ersatz-Ersatzmann Luca Badoer mit Rat und Tat zur Seite steht.
Auf Wunsch von Ferrari. "Wenn ich entschieden hätte, nach Valencia zu kommen, hätte ich eher Nein gesagt, aber das Team hat mich gebeten, Badoer zu unterstützen, und das mache ich natürlich gerne", sagte Schumacher. Allerdings musste auch er mitansehen, wie der zwei Jahre jüngere Italiener nach zwei letzten Plätzen im Training sich auch schon im ersten Abschnitt der Qualifikation am Samstag verabschieden musste.
Teamchef Stefano Domenicali baute daher auch fürs Rennen am Sonntag schon einmal vor. "Man darf keine Erwartungen an ihn stellen. Er muss cool bleiben und wir auch", meinte er. Dass nach einem möglichen Desaster für Badoer der Ruf in Italien nach Schumacher wieder laut werden dürfte, ist nicht auszuschließen. "Es ist ein schönes Kompliment, wenn man nach so langer Zeit noch so hoch angesehen ist", kommentierte der Rekordchampion.












