Niederlage für Ferrari vor Gericht - Reaktionen
Mosley erneuerte Kritik an dem Ferrari-Vorgehen. Fahrer sind politischem Hick-Hack überdrüssig.
FIA-Präsident Max Mosley kündigte nach der Urteilsverkündung an, das weiter mit voller Kraft an einer nachhaltigen Zukunftssicherung der Formel 1 zu richten. Der Engländer ließ dabei aber neuerlich Kritik an Ferrari durchhören. "Kein Teilnehmer sollte seine eigenen Interessen über jene des Sports stellen", erklärte Mosley.
Weniger Politik. Die Fahrer sind dem politischen Hick-Hack inzwischen mehr als überdrüssig. "Es wäre schön, wenn es wieder mehr um Sport und weniger um Politik gehen würde", sagte Felipe Massa vor dem Grand Prix von Monaco. Durch die anhaltenden Querelen werde es immer schwieriger, den Sport für Fans und Sponsoren zu transportieren.
Verbesserungen. Die Teamvereinigung FOTA hätte einige sehr gute Ideen für langfristige Verbesserungen auf den Tisch gelegt. "Leider werden viele dieser Ideen aus politischen Gründen nicht umgesetzt", meinte Massa. Dass die Formel 1 ohne Ferrari nicht mehr das Gleiche sei, darüber waren sich der Brasilianer und sein Teamkollege Kimi Räikkönen einig. "Wir sind aber nicht alleine", erinnerte Massa. "Viele andere Teams denken genauso wie wir."
Vertrag. Ob der Vorstoß vor Gericht der richtige Weg gewesen sei, bleibt fraglich. Laut einem Teamsprecher habe der Richter lediglich aufgrund der kurzen Zeit für die Beurteilung das Regulativ nicht kippen können. Ferrari bleibe immer noch der Gang vor ein Zivilgericht. Räikkönen macht sich um seinen Job keine Sorgen. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nicht aus der Formel 1 verschwinden werden. Aber ich habe einen Vertrag, irgendetwas wird Ferrari schon zu tun finden für mich", scherzte der Ex-Weltmeister.












