Spanien-Splitter: WM ohne Ferrari "unmöglich"
FIA-Chef Mosley sagte nach dem Tod seines Sohnes die Spanien-Reise ab. Die F1-Stars werden immer dünner.

Foto © APMax Mosley
Sparen wird in Zeiten der Wirtschaftskrise auch in der Formel 1 groß geschrieben. Bei der Frage, ob dies in Zukunft auch die Gehälter der Piloten betreffen solle, reagierten einige der hoch bezahlten Stars eher humorlos und sehr wortkarg. Nur Giancarlo Fisichella vom Nachzüglerteam Force India hatte einen Schmäh parat. "Die Kosten für die Teams werden sinken, dadurch sollte doch sehr viel mehr Geld für uns Fahrer überbleiben", scherzte der Italiener.
Differenzen. Im Rahmen der Diskussionen um eine Budgetobergrenze für die Formel-1-Teams gehen die Wogen hoch. Max Mosley, der Chef des Internationalen Automobilverbands FIA, meinte angesichts der daraus entstehenden Differenzen mit Ferrari sogar, dass im Notfall auch eine Formel 1 ohne die Italiener möglich wäre. "Ich könnte mir das nicht vorstellen", erklärte Weltmeister Lewis Hamilton. "Nein, unmöglich", lautete auch die Meinung von Fernando Alonso. Und Nick Heidfeld meinte: "Es war ein bisschen komisch, so eine Aussage von ihm zu hören. Ich dachte, dass die Meinung der Fans in aller Welt ernst genommen wird. Und Ferrari ist der größte Name in der Formel 1."
Tragisch. Nach der traurigen Nachricht vom Tod seines Sohnes Alexander (39) hat FIA-Chef Max Mosley seine Reise zum Rennen in Montmelo abgesagt. Der Mosley-Sprössling war am Dienstag von einem Verwandten in seinem Nord-Londoner Haus in Notting Hill tot aufgefunden worden.
Gewicht. Das neue Reglement beschleunigt den Trend, dass die Formel-1-Stars immer magerer werden und immer mehr wie Skispringer oder Jockeys aussehen. Nick Heidfeld bestätigte auf dem Circuit de Catalunya, dass er mit 59 kg so leicht wie lange nicht ist. Auch Fernando Alonso hat abgespeckt, ortet dadurch jedoch Vorteile, auch beim Radfahren. Weltmeister Lewis Hamilton meinte hingegen: "Ich habe nicht abgenommen. Ich hatte vergangene Saison 67 kg und ich habe auch jetzt 67 kg."
Vorteil? BMW-Sauber setzt nach dem schwachen Saisonstart in Spanien auf ein rundum erneuertes Auto, verzichtet allerdings auf den Einsatz des Energierückgewinnungssystems KERS und einen Doppeldiffusor. "Das KERS war bisher nicht so ein großer Vorteil wie die Leute vielleicht gedacht haben", meinte der Deutsche Nick Heidfeld, der jedoch glaubt, dass die durch das KERS freigesetzten PS gerade auf der extrem langen Startgerade in Montmelo ein Vorteil wären. Beim Türkei-Grand-Prix will BMW-Sauber wieder auf KERS sowie Doppeldiffusor zurückgreifen.












