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Zuletzt aktualisiert: 29.04.2009 um 19:03 UhrKommentare

McLaren bekam nur drei Kratzer ab

Für die "Lügen-Affäre" um Lewis Hamilton gab es nur drei Rennen bedingte Sperre.

Lewis Hamilton

Foto © GEPALewis Hamilton

Martin Whitmarsh, seit heuer an Stelle von Ron Dennis als Teamchef auf der Kommandobrücke von McLaren-Mercedes, hat auf eine umfangreiche Verteidigungsstrategie von vorne herein verzichtet. Zur gestrigen Anhörung vor dem "World Motor Sport Council" des Automobil-Weltverbandes FIA war Whitmarsh alleine nach Paris gekommen. Ohne Anwalt. Ohne Lewis Hamilton.

Schuld eingestanden. McLaren hatte in der leidigen "Lügen-Affäre" um Weltmeister Lewis Hamilton seine Schuld eingestanden. Es ging um Funksprüche, als sich Hamilton und Jarno Trulli beim Saisonstart in Melbourne in der hektischen Schlussphase hinter dem Safety Car überholt hatten. Hamilton und Team-Manager Dave Ryan haben den FIA-Rennkommissaren ins Gesicht gelogen, der Weltmeister wurde daraufhin disqualifiziert und war seinen dritten Platz wieder los.

Sport-Codex. Weil Artikel 151c des Sport-Codex ("dem Sport Schaden zufügen") verletzt worden war, wurde McLaren gestern vor den FIA-Weltrat zitiert, kam dort nach nur einstündiger Verhandlung aber im wahrsten Sinn des Wortes mit drei harmlosen Kratzern davon.

Weiteres belastendes Material? "Das Team wird mit einer Sperre für drei Rennen bestraft. Diese kommt jedoch nur zum Tragen, wenn im konkreten Fall weiteres belastendes Material auftauchen oder McLaren innerhalb der nächsten zwölf Monaten nochmals Artikel 151c brechen sollte", erklärte die FIA in ihrem Kommuniqué kurz und bündig.

Alle zufrieden. Also nur eine bedingte Strafe. Und alle waren sie zufrieden. "McLaren akzeptiert die Entscheidung und bedankt sich für das faire Verfahren", kommunizierte der Rennstall. "Wir haben in aller Offenheit mit der FIA kooperiert, bei der Urteilsfindung wurde das berücksichtigt. Jetzt steht wieder der Sport im Vordergrund und nicht die Politik", meinte Mercedes-Rennchef Norbert Haug.


Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug

"Ein faires Urteil und ich möchte mich bei den Mitgliedern des World Motorsport Councils für ihre balancierte Betrachtungs- und Vorgehensweise bedanken"

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GEPA/Reuters/Fotolia

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3. Alain Prost (FRA)
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