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Zuletzt aktualisiert: 01.05.2009 um 15:37 UhrKommentare

Krach zwischen Ferrari und FIA wegen Budgetgrenze

WM-Leader Button begrüßt optionales Etatlimit: "Brauchen genau das für die Zukunft".

Foto © AP

In der Formel 1 ist zwischen Ferrari und dem Internationalen Automobilverband (FIA) ein handfester Krach ausgebrochen. Grund ist die vom FIA-Weltrat am Donnerstag beschlossene optionale Budgetgrenze für 2010. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hatte das freiwillige Etatlimit von 40 Millionen Pfund (44,8 Mio. Euro) nach Informationen der Online-Ausgabe des Fachmagazins "auto, motor und sport" zu verhindern versucht.

Mini-Budget. In einem an FIA-Präsident Max Mosley adressierten Schreiben drohte Ferrari demnach, die Neuregelung mit einem Veto zu blockieren. Trotz der Drohung der Scuderia aus Maranello hatte die FIA entschieden, ab der kommenden Saison Rennställe mit einem Mini-Budget zu belohnen. Teams, die dann mit maximal 40 Mio. Pfund Jahresetat auskommen, erhalten große Freiheiten bei der Aerodynamik und der Motorenleistung ihrer Autos.

Existenz. Dagegen bleiben Rennställen, die weiterhin mehr investieren wollen, diese Vorteile verwehrt. Vor allem die in der Formel 1 engagierten großen Auto-Konzerne hatte der FIA-Vorstoß brüskiert. Privatteams wie Williams indes befürworteten das neue Regelwerk. FIA-Chef Mosley warf di Montezemolo in einem Antwortbrief vor, die Existenz der Formel 1 in Gefahr zu bringen. "Wir können nicht auf bessere Zeiten hoffen", schrieb der Brite. Um einen Kollaps der Königsklasse inmitten der weltweiten Wirtschaftskrise zu verhindern, müssten neue Teams angelockt werden. "Die Angelegenheit ist dringlich und duldet keinen Aufschub", warnte Mosley.

Zukunft. Der überlegene WM-Spitzenreiter Jenson Button vom Sensationsteam BrawnGP begrüßte dagegen den FIA-Beschluss vom Donnerstag. "Für die Hersteller und großen Teams ist das sicher etwas, das sie nicht wollen. Aber für Teams wie Brawn brauchen wir genau das für die Zukunft", betonte der Engländer in einem BBC-Interview. "Das ist genau jener Weg, den die Formel 1 in Zeiten wie diesen beschreiten muss."


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GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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