Toyota verzichtet auf Einspruch gegen Trulli-Strafe
Toyota verzichtet wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg.

Foto © GEPASafety-Car
Das Formel-1-Team Toyota hat keinen Einspruch gegen die 25-Sekunden-Zeitstrafe, die seinem italienischen Piloten Jarno Trulli am Sonntag im Auftaktrennen in Melbourne Platz drei gekostet hat, eingelegt. Nach einer entsprechenden Absichtserklärung ließ der Rennstall die Protestfrist wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg verstreichen. Das gab Toyota am Mittwoch vor dem Grand Prix von Malaysia in Sepang bekannt.
Box. Trulli war am Sonntag nach dem Rennen bestraft worden, weil er Weltmeister Lewis Hamilton kurz vor Schluss in einer Safety-Car-Phase überholt hatte. Hamilton erbte dadurch hinter den überlegenen Brawn GPs von Jenson Button und Rubens Barrichello Platz drei. Als Vierter wurde Trullis Teamkollege Timo Glock gewertet. Beide Toyota-Piloten waren aus der Box gestartet, nachdem sie wegen zu labiler Heckflügel im Qualifying disqualifiziert worden waren.
Abgelehnt. Laut Toyota hätte ein Protest gegen die Trulli-Strafe vor dem Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes keine Chance gehabt. "Wenn man die jüngsten Urteile und den Sporting Code in Betracht zieht, ist davon auszugehen, dass jeder Einspruch abgelehnt wird", lautete die Stellungnahme. Tatsächlich sind gegen Stop-and-Go- oder Durchfahrtsstrafen keine Einsprüche vorgesehen. Die Zeitstrafe war nur Ersatz, weil das Rennen bereits zu Ende war.
Chance. Trulli wurde damit vom dritten auf den 12. Platz zurückversetzt. Am Sonntag hat Toyota aber bereits die nächste Chance, aus seinem offensichtlich schnellen Auto Kapital zu schlagen. Dann steht in Sepang der zweite WM-Lauf auf dem Programm.













