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Zuletzt aktualisiert: 07.03.2009 um 05:45 UhrKommentare

Absolute Sparflamme

Abgespeckt & eingespart. Maximal 150 Millionen Euro soll das Budget eines Formel-1-Teams ab 2010 betragen. Mosley denkt an 40 Millionen.

Max Mosley und Bernie Ecclestone

Foto © GEPAMax Mosley und Bernie Ecclestone

Jahrelang spinnefeind, jetzt - mit der Wirtschaftskrise im Genick - hat die Rennstall-Gemeinschaft der Formel 1 namens FOTA (Formula One Team Association) einen Pakt geschlossen, auf dessen Grundlagen ein neues Concorde Agreement - das Grundgesetz der Formel 1 - unterschrieben werden soll.

Kostenreduzierung. In dem Pakt werden sportliche, technische und wirtschaftliche Punkte geregelt. Auf dem Genfer Automobil-Salon wurde unter der Führung von Ferrari-Chef Luca di Montezemolo über Pläne zur Kostenreduzierung referiert. Beim Motor sollen bis 2010 rund 70 Prozent eingespart werden, bei der Aerodynamik bis zu 50. Der umstrittene Hybridantrieb (KERS) wird standardisiert, was die Kosten (20 Millionen aufwärts) um rund 80 Prozent verringert. "In zwei Jahren sparen wir insgesamt 50 Prozent der Ausgaben", so Luca di Montezemolo. Der Krösus der Serie will so mit 150 Millionen Euro über die Runden kommen.

Dienst am Fan. Schuldig geblieben ist die FOTA aber eine Idee, wie die wegen zu hoher Eintrittspreise angeschlagenen Veranstalter gerettet werden sollen. Und wie man die Einnahmen steigern will. So sieht Flavio Briatore (Renault), dem die ganze Technokratie weniger interessiert, die Zukunft in einer besseren Vermarktung, in einer besseren Show. "Wir brauchen ein weniger kalkulierbares, freundlicheres Produkt, ein offenes Fahrerlager", vergattert Briatore die Fahrer zum Dienst am Fan. Angedacht ist ein neues Qualifikationsformat wie gerade gegen ungerade Startnummern, um überraschendere Startaufstellungen zu bekommen. Auf alle Fälle werden Siege (12 Punkte statt 10) mehr belohnt.

Sparmaßnahmen. Welche Macht die FOTA, die nun selbst ernannte dritte Kraft neben FIA-Präsident Max Mosley und Bernie Ecclestone hat, wird sich am 17. März zeigen. Dann tagt der FIA-Weltrat. Mosley hat noch drastischere Sparmaßnahmen angedroht und denkt an eine Budgetobergrenze von 40 Millionen Euro.

Honda-Team gerettet. Eine Summe die dem geretteten Ex-Honda-Team gefallen könnte. Ross Brawn hat den gesamten Rennstall im englischen Brackley mit Hilfe von Mercedes, Bridgestone und dem britischen Wirtschaftsministerium übernommen. Unter dem Namen "Brawn GP Formula One Team" starten in Melbourne Jenson Button und Rubens Barrichello. Gestern war schon ein Shakedown des RA109, getestet wird nächste Woche.

GERHARD HOFSTÄDTER

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GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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