DTM in SpielbergSieben kämpfen um die Spitze

So eng wie heuer war es in der DTM noch nie: In Spielberg fahren am Wochenende gleich sieben Piloten um die Meisterschaftsführung.

© GEPA pictures
 

Der Lokalaugenschein der drei derzeit wichtigsten Piloten der DTM war standesgemäß - mit einer DC6 aus dem Hangar von Dietrich Mateschitz flogen die beiden Meisterschaftsführenden Mattias Ekström und Lucas Auer sowie Titelträger Marco Wittmann vergangenen Montag über den Red-Bull-Ring. Jene Strecke, auf der dieses Wochenende die vorletzte Veranstaltung der Meisterschaft 2017 über die Bühne gehen wird. Unter höchst aufregenden Voraussetzungen: Das Championat ist so eng, dass jeder der ersten sieben Piloten der Gesamtwertung schon im ersten Rennen am Samstag die Führung in der Meisterschaft übernehmen könnte. Wobei dem zweitplatzierten Tiroler Auer dabei eine ganz besondere Rolle zukommt: Neben vier Piloten von Audi und zwei von BMW ist er der einzige verbliebene Mercedes-Star mir reellen Titelchancen. Derzeit liegt er neun Punkte hinter Ekström - „selbst verschuldet“: Nach seinem Sieg am Samstag am Nürburgring hatte er sich am Sonntag als Dritter von der Strecke gedreht ...

 

Das ist deshalb bitter, weil „die Meisterschaft über die Konstanz entschieden wird“, wie Auers Onkel Gerhard Berger, seit heuer Chef der DTM, weiß. Und so führt im Moment Ekström (null Saisonsiege!) vor Auer, der schon drei Mal gewann.

Just in dem Jahr, in dem das Deutsche Tourenwagen-Masters vom angekündigten Wechsel von Mercedes in die Formel E (Ende 2018) geschockt wurde, elektrisiert die Serie die Fans, wie sie es seit Jahren nicht mehr getan hat. Zu verdanken hat man das zahlreichen Änderungen im Reglement, die gleich in den ersten Tagen nach der Amtsübernahme Bergers durchgeführt wurden. Berger: „Wir haben das Aufheizen der Reifen verboten, der Fahrer muss sich nun mit kaum zu fahrenden kalten Gummis zurechtfinden. Und dabei die Grenzen finden.“ Ohne Hilfe von der Box, denn Anweisungen per Funk sind tabu: „So wird der Fahrer wieder wichtiger.“ Es spricht durchaus für Auer, dass er unter diesen Umständen den Durchbruch geschafft hat. Die Daten untermauern: Der 23-Jährige ist in den Qualifyings und in den entscheidenden Runden vor und nach dem Boxenstopp extrem schnell. Apropos Boxenstopp: Vor dem Beginn des DTM-Wochenendes machen Auer, Ekström und Ex-Meister Mike Rockenfeller am Mittwoch in Graz Station: ab 14.45 Uhr am Hauptplatz.

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