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Zuletzt aktualisiert: 10.03.2008 um 10:29 Uhr

Ecclestone drohte Melbourne erneut mit Grand-Prix-Entzug

Formel-1-Boss fordert ein Nachtrennen, doch die Australier bleiben stur.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bleibt sturr

Foto © APAFormel-1-Boss Bernie Ecclestone bleibt sturr

Bernie Ecclestone hält an seinem Plan, aus der Welt ein globales Formel-1-Dorf zu machen, beharrlich fest. So hat der Formel-1-Boss eine Woche vor dem WM-Auftakt am kommenden Sonntag in Australien erneut mit dem Entzug des Rennens gedroht, sollte Melbourne keinen Nacht-Grand Prix veranstalten wollen.

Schlaf rauben. Es sind die europäischen Fernseh-Zuschauer, um die sich Ecclestone sorgt. Also ausgerechnet Fans aus jenem Kontinent, aus dem der 77-jährige Milliardär seit Jahren beharrlich Rennen abzieht, um sie weiter östlich in finanzkräftigeren Märkten zu etablieren. Was aber wiederum im offensichtlichen Kern-Markt Europa die Zuschauer zwingt, früher aufzustehen, wollen sie live dabei sein. Das, so Ecclestone in der "Mail on Sunday", sei lächerlich. "Man kann den Menschen nicht den Schlaf rauben, damit sie die Formel 1 live sehen", gab sich der eiskalte Geschäftsmann als besorgter Hüter des Schlafes.

Kompromiss? Während es 2008 nicht nur bei den Motorrädern (Katar) sondern im September in Singapur erstmals tatsächlich auch einen Formel-1-GP unter Flutlicht gibt, überlegt auch der zweite Grand Prix des Jahres in Malaysia, dem Ecclestone-Diktat zu folgen und 2009 ein Nachtrennen zu veranstalten. In Australien ist man zunächst hingegen lediglich auf einen Kompromiss eingegangen. Der erste WM-Lauf beginnt am kommenden Sonntag im Albert Park erst um 15.30 Uhr Ortszeit und damit so spät wie noch nie, damit das Rennen in Europa wenigstens zu einer halbwegs christlichen Sonntags-Zeit (5.30 Uhr) über die Bildschirme flimmert. Für 2009 sei der Start für 17.00 Uhr (7.00 MEZ) geplant. Das, so der Geschäftsführer der Australian Grand Prix Corporation, Drew Ward, sei genug Entgegenkommen.


Fakten

Ecclestone pocht auf das Nachtrennen, weil er eine menge Alternativen an der Hand hat. 2009 kommt Abu Dhabi hinzu, Indien und Südkorea wollen schon 2010 Grand-Prix-Rennen durchführen.

Und der Österreicher Hans Geist entwickelt in Russland gerade eine Rennstrecke, die ebenfalls Formel-1-tauglich ist.

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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