Für Loeb war nach der ersten Etappe Schluss
Nach einem Ausritt auf der vierter Sonderprüfung stieg der Franzose aus. Vierfach-Führung für Ford, Aigner Fünfter der P-WRC.

Foto © APA/EPASebastian Loeb hatte Pech
Der Finne Jari-Matti Latvala hat bei der Rallye Schweden den bisher größten Erfolg seiner noch jungen WM-Karriere gefeiert. Der 22-Jährige sicherte sich beim zweiten WM-Lauf im Ford Focus die Spitzenposition nach dem zweiten Tag. Dagegen ist die Rallye für den vierfachen Weltmeister Sebastien Loeb bereits beendet. Der Franzose überschlug sich beim 100. WM-Start mit seinem Citroen C4 und schied aus, weil sein Auto nicht repariert werden konnte.
"Perfekter Tag". Einen starken Tag erwischte im ersten WM-Lauf zur P-WRC auch der Österreicher Andreas Aigner. Aigner/Klaus Wicha sind nach acht Sonderprüfungen mit ihrem Mitsubishi EVO XI Fünfte der Klassen-Wertung und insgesamt 16. Das zweite Red-Bull-Auto mit Bernardo Sousa/Carlos Magalhaes lag nach einem Dreher auf Platz elf (23. gesamt.). "Es war wirklich sehr schwierig, deshalb sind wir
nicht volles Risiko gefahren. Dennoch war es ein perfekter Tag für
uns", erklärte der Steirer Aigner. Mit sechs von acht Bestzeiten fuhr der neue Ford-Werkspilot Latvala am Freitag einen Vorsprung von 56,3 Sekunden auf seinen norwegischen Markenkollegen Henning Solberg heraus. Latvalas Landsmann und Teampartner Mikko Hirvonen fiel wegen einer Zeitstrafe von zehn Sekunden auf den dritten Rang (Rückstand: 58,2 Sekunden) zurück.
Loeb out. Loeb war am Mittag von der Ideallinie abgekommen. "In einer
Linkskurve bin ich mit dem linken Vorderrad in eine Schneemauer
gerutscht. Unser Auto kippte seitwärts und überschlug sich", erklärte
der Noch-WM-Spitzenspitzer, der 2004 als erster Nicht-Skandinavier
das schwedische WM-Winter-Gastspiel gewonnen hatte, sein
Missgeschick. WM-Spitzenreiter Citroen wird in Schweden in der
Marken-Wertung nicht mehr viel ausrichten können, weil der zweite
Pilot Daniel Sordo wegen des Motorwechsels bei der Rallye Monte Carlo
mit fünf Strafminuten belastet ist. Im Lager des zweifachen Weltmeisters und Titelverteidigers Ford herrschte hingegen großer Jubel über die Vierfach-Führung in
Schweden. "Ich bin selbst sehr überrascht. Meine kühnsten Erwartungen
wurden übertroffen", freute sich Tagessieger Latvala.
Features
Ergebnisse
- Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN) Ford Focus WRC
- Henning Solberg/Cato Menkerud (NOR) Ford Focus WRC
- Mikko Hirvonen/Jarno Lehtinen (FIN) Ford Focus WRC
- Gianluigi Galli/Giovanni Bernacchini (ITA) Ford Focus WRC
- Petter Solberg/Philip Mills (NOR/GBR) Subaru Impreza WRC
Programm
20 Sonderprüfungen, die erste am Donnerstagabend, mit einer Gesamtlänge von 340,2 Kilometern stehen auf dem Programm.













