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Zuletzt aktualisiert: 16.10.2007 um 13:17 Uhr

Niki Lauda und seine Weltmeister-Prognosen

Niki Lauda analysiert die Ausgangssituation von Hamilton, Alonso und Räikkönen vor dem Saisonfinale in Brasilien.

Hamilton muss Nervenstärke zeigen

Foto © APHamilton muss Nervenstärke zeigen

Nur zu gut kennt Niki Lauda den Ablauf spannender WM-Finali in der Formel 1. Der Österreicher hatte seinen dritten Titel 1984 mit dem knappsten Vorsprung der Geschichte eingefahren. Gerade ein halber Punkt entschied vor 23 Jahren für Lauda und gegen seinen McLaren-Teamkollegen Alain Prost. "Viel ärger als damals kann es heuer auch nicht werden. Aber ich kann die Anspannung der drei Piloten gut nachvollziehen", so Lauda..

Premiere

Hamilton wäre nicht nur der jüngste Welt-
meister der Geschichte, sondern auch der erste Pilot, der sich den Titel in seinem ersten Jahr holt.

Auf Sieg. Vor dem WM-Finale kommenden Sonntag in Brasilien hat Spitzenreiter Lewis Hamilton vier Zähler Vorsprung auf seinen McLaren-Stallrivalen Fernando Alonso. Auch Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen hat noch WM-Chancen. "Bei Räikkönen ist die Situation relativ einfach", meinte Lauda. "Er muss auf Sieg fahren. Er hat nur diese eine Aufgabe. Den Rest kann er nicht beeinflussen."

Keine Defekte. Lauda hofft, dass keien technischen Defekte das Rennen in Sao Paolo beeinflussen: "Es sollte eine reine Fahrerentscheidung werden. Das Rennen wird schwierig genug. Schon der geringste Fehler könnte entscheidend sein.". Der Druck auf die drei Piloten sei enorm. "Aber damit müssen sie fertig werden." Genauso wie mit Wetterkapriolen, die in Interlagos niemals auszuschließen sind.

Streckenkenntnisse. Alonso hatte sich seine ersten beiden Weltmeistertitel in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Autodromo Jose Carlos Pace gesichert. Hamilton dagegen kennt die Strecke in Brasilien nicht. "Das ist sicher ein gewisser Nachteil für Hamilton. Aber er wird das durch sein unglaubliches Talent wettmachen. Er hat heuer auch bereits auf unbekannten Strecken gezeigt, was er kann", erinnerte Lauda an die Siege des Engländers in Kanada, den USA und Japan.

Gleichberechtigung. Alonso hatte sich zuletzt vor allem über die Bevorzugung Hamiltons bei McLaren-Mercedes beklagt. "McLaren wäre blöd, irgendjemanden zu bevorzugen. Das Team ist immer davon ausgegangen, dass beide Piloten gleichberechtigt sind", meinte Lauda. "Alles andere außer Gleichbehandlung würde jeder Logik widerstreben." McLaren dürfe außerdem keinesfalls die Gefahr Räikkönen vergessen. Der Finne wäre bei einem Doppel-Ausfall der Silberpfeile der lachende Dritte.


Die WM-Kandidaten

Lewis Hamilton (GBR/22 Jahre) McLaren-Mercedes - 107 Pkt., 4 Siege
Fernando Alonso (ESP/26) McLaren-Mercedes - 103 Pkt., 4 Siege
Kimi Räikkönen (FIN/27) Ferrari - 100 Pkt., 5 Siege

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GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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