MotoGP: Casey Stoner ist am Ziel
Der Ducati-Pilot aus Australien sichert sich ausgerechnet in Japan den WM-Titel in der MotoGP-Klasse und den ersten für ein nichtjapanisches Team seit 33 Jahren.

Foto © ReutersCasey Stoner
Die Chance von Valentino Rossi auf den Weltmeister-Titel in der MotoGP-Klasse war schon vor dem Rennen in Japan nur noch theoretischer Natur. Seit Sonntag ist sie nicht einmal mehr das. Denn der "Doctor" kam nur als 13. ins Ziel, WM-Leader Casey Stoner als Sechster. Damit liegt der 21-jährige Australier drei Rennen vor Schluss uneinholbare 83 Punkte vor Rossi.
Aus dem Rennen.
"Wahnsinn. Ich habe mein großes Ziel erreicht. Es ist überwältigend. Wir haben wirklich nicht erwartet, es in diesem Rennen zu schaffen", jubelte Stoner nach dem Grand Prix in Montegi. Stoner war bei Regen als Neunter ins Rennen gegangen, Rivale Rossi als Zweiter. Als die Strecke aufzutrocknen begann, bekam Rossi nach dem Motorradwechsel auf Trockenreifen Probleme mit seiner Yamaha, musste nochmals an die Box und war damit aus dem Rennen um den Tagessieg, den sich Loris Capirossi vor Randy de Puniet und Toni Elias sicherte, und Weltmeisterschaft.
Historischer Triumph.
Stoner, der weder in der 125ccm- noch in der 250ccm-Klasse Weltmeister wurde und erst seit vier Jahren in der WM mitfährt, bescherte auch Ducati einen historischen Sieg. Seit 1974 Phil Read auf einer MV Agusta triumphierte, wurden ausschließlich Fahrer auf japanischen Motorrädern Weltmeister in der Königsklasse. Für Ducati ist es zugleich der erste Titel überhaupt.
Etwas ganz Besonderes.
Acht Siege fuhr Stoner heuer schon ein. Dabei hat er es einem Zufall zu verdanken, dass er überhaupt im Sattel der Ducati Platz nehmen durfte. Sete Gibernau hatte die Italiener nämlich mit überzogenen Gehaltsforderungen verärgert und so tauschten sie Gibernau eben gegen Stoner, der sich jetzt auf seinen Heim-GP in Australien am 14. Oktober freut. "Das wird was ganz Besonderes."
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Es sind noch die Rennen in Stoners australischer Heimat, Malaysia und Spanien ausständig. Beim nächsten Grand Prix auf Phillip Island, für den die Veranstalter bereits Zusatztribünen aufbauen, ist dem "Aussie" ein grandioser Empfang gewiss.
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Wieder kein guter Tag für Valentino RossiFoto © GEPA













