Massa vs. Alonso: "Scher dich zum Teufel"
Beim Formel-1-Grand-Prix von Europa am Nürburgring war das Duell zwischen dem späteren Sieger Fernando Alonso und Felipe Massa nicht nur auf der Strecke hart: "Scher dich zum Teufel", sagte Masse zu Alonso.

Foto © GEPAMassa und Alonso
Nach dem Grand Prix von Europa
auf dem Nürburgring ist das Rennen um den Formel-1-WM-Titel 2007
wieder völlig offen. "Ich würde kein Geld setzen. Der Ausgang ist
nicht vorauszusagen", meinte der als "Regengott" ("El Mundo")
gefeierte Sieger des Chaos-Rennens, Fernando Alonso, der vor dem
Ungarn-Grand-Prix (5. August) nur noch zwei Punkte Rückstand auf
seinen McLaren-Teamkollegen Lewis Hamilton aufweist.
Spannugn vor Spionage-Hearing.
Hamilton, der als Neunter erstmals in seiner F1-Karriere nicht auf
dem Stockerl gestanden ist und punktlos blieb, führt mit 70 Zählern
vor Doppel-Weltmeister Alonso (68) sowie den Ferrari-Piloten Felipe
Massa (59) und Kimi Räikkönen (52). Nun blickt die F1-Welt aber
gespannt Richtung Paris, wo am Donnerstag ein Hearing des
Weltverbandes FIA bezüglich der Spionage-Affäre zwischen den
Top-Teams Ferrari und McLaren ansteht.
Heißes Wortgefecht.
Nach dem harten Duell um den Sieg inklusive Feindberührung kam es
zwischen Alonso und dem zeitplatzierten Massa vor der Siegerehrung zu
einem heißen Wortgefecht auf Italienisch. "Scher dich zum Teufel",
meinte Massa Richtung Alonso, nachdem sich der Spanier beim
Brasilianer beschwerte. "Scher dich selbst zum Teufel. Das nächste
Mal pick ich dich gegen die Mauer", lautete die Alonso-Antwort, für
die sich der 25-Jährige aber prompt entschuldigte.
Pech für Hamilton.
Hamilton schien in Deutschland nicht zuletzt auf Grund seines
schweren Unfalls im Qualifying das Pech gepachtet zu haben, erklärte
jedoch, dass er an diesem Wochenende mehr als in den neun Rennen
zuvor gelernt habe. Punkto WM ist der 22-Jährige nach wie vor
optimistisch. "Es gibt noch sieben Rennen, das ist ein langer Weg.
Aber ich bin noch immer sehr positiv."
Drohender Punkte-Abzug.
Sollte der 26-köpfige FIA-Weltrat die "Silberpfeile" im
Spionage-Fall für mitschuldig erklären, könnten dem
britisch-deutschen-Rennstall und auch den beiden Fahrern wichtige
Punkte im WM-Kampf abgezogen werden. "Es wäre falsch zu sagen, dass
ich mich auf Donnerstag freue, aber ich bin erpicht, in das Verfahren
einzusteigen und es hinter uns zu bringen", sagte Teamchef Ron
Dennis
Vorfälle.
Es geht darum, ob das Team von den Unterlagen wusste, die
Ex-Chefdesigner Mike Coughlan in seinem Besitz hatte, übermittelt
angeblich vom ehemaligen Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney.
Medienberichten zufolge, die sich auf eine Eidesstattliche Erklärung
Coughlans berufen, sollen weitere Team-Mitglieder Kenntnis davon
gehabt haben. Auf die Frage, ob er sich Sorgen mache, dass aus der
eigentlich geheimen Erklärung, die Coughlan Ferrari gegeben hatte,
etwas durchgesickert sei, meinte Ferrari-Teamchef JeanTodt: "Andere
sollten sich darüber mehr Sorgen machen als wir."
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