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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2007 um 20:27 Uhr

Massa vs. Alonso: "Scher dich zum Teufel"

Beim Formel-1-Grand-Prix von Europa am Nürburgring war das Duell zwischen dem späteren Sieger Fernando Alonso und Felipe Massa nicht nur auf der Strecke hart: "Scher dich zum Teufel", sagte Masse zu Alonso.

Massa und Alonso

Foto © GEPAMassa und Alonso

Nach dem Grand Prix von Europa auf dem Nürburgring ist das Rennen um den Formel-1-WM-Titel 2007 wieder völlig offen. "Ich würde kein Geld setzen. Der Ausgang ist nicht vorauszusagen", meinte der als "Regengott" ("El Mundo") gefeierte Sieger des Chaos-Rennens, Fernando Alonso, der vor dem Ungarn-Grand-Prix (5. August) nur noch zwei Punkte Rückstand auf seinen McLaren-Teamkollegen Lewis Hamilton aufweist.

Spannugn vor Spionage-Hearing. Hamilton, der als Neunter erstmals in seiner F1-Karriere nicht auf dem Stockerl gestanden ist und punktlos blieb, führt mit 70 Zählern vor Doppel-Weltmeister Alonso (68) sowie den Ferrari-Piloten Felipe Massa (59) und Kimi Räikkönen (52). Nun blickt die F1-Welt aber gespannt Richtung Paris, wo am Donnerstag ein Hearing des Weltverbandes FIA bezüglich der Spionage-Affäre zwischen den Top-Teams Ferrari und McLaren ansteht.

Heißes Wortgefecht. Nach dem harten Duell um den Sieg inklusive Feindberührung kam es zwischen Alonso und dem zeitplatzierten Massa vor der Siegerehrung zu einem heißen Wortgefecht auf Italienisch. "Scher dich zum Teufel", meinte Massa Richtung Alonso, nachdem sich der Spanier beim Brasilianer beschwerte. "Scher dich selbst zum Teufel. Das nächste Mal pick ich dich gegen die Mauer", lautete die Alonso-Antwort, für die sich der 25-Jährige aber prompt entschuldigte.

Pech für Hamilton. Hamilton schien in Deutschland nicht zuletzt auf Grund seines schweren Unfalls im Qualifying das Pech gepachtet zu haben, erklärte jedoch, dass er an diesem Wochenende mehr als in den neun Rennen zuvor gelernt habe. Punkto WM ist der 22-Jährige nach wie vor optimistisch. "Es gibt noch sieben Rennen, das ist ein langer Weg. Aber ich bin noch immer sehr positiv."

Drohender Punkte-Abzug. Sollte der 26-köpfige FIA-Weltrat die "Silberpfeile" im Spionage-Fall für mitschuldig erklären, könnten dem britisch-deutschen-Rennstall und auch den beiden Fahrern wichtige Punkte im WM-Kampf abgezogen werden. "Es wäre falsch zu sagen, dass ich mich auf Donnerstag freue, aber ich bin erpicht, in das Verfahren einzusteigen und es hinter uns zu bringen", sagte Teamchef Ron Dennis

Vorfälle. Es geht darum, ob das Team von den Unterlagen wusste, die Ex-Chefdesigner Mike Coughlan in seinem Besitz hatte, übermittelt angeblich vom ehemaligen Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney. Medienberichten zufolge, die sich auf eine Eidesstattliche Erklärung Coughlans berufen, sollen weitere Team-Mitglieder Kenntnis davon gehabt haben. Auf die Frage, ob er sich Sorgen mache, dass aus der eigentlich geheimen Erklärung, die Coughlan Ferrari gegeben hatte, etwas durchgesickert sei, meinte Ferrari-Teamchef JeanTodt: "Andere sollten sich darüber mehr Sorgen machen als wir."


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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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