Berger: Toro Rosso braucht noch viel Zeit und Arbeit
Toro-Rosso-Mitbesitzer Gerhard Berger spricht über Formel-1-Rookie Lewis Hamilton, das "große" Red-Bull-Team und die Erwartungen an seinen eigenen Rennstall.

Foto © GEPAGerhard Berger applaudiert RBR, aber sein Team hat noch viel Arbeit vor sich
Wie läuft es mit ihrem Team Toro Rosso?
Berger: "Uns war klar, dass wir wegen des neuen Autos am
Saisonbeginn überfordert sein werden. Ich dachte, dass wir nur die
ersten drei Rennen ziemlich unter Wasser sein werden. Aber ich habe
mich geirrt. Wir werden wohl ein halbes Jahr brauchen, bis wir
unseren Erwartungen gerecht werden."
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Wo hapert's?
Berger: Unsere Infrastruktur ist noch nicht ausgelegt auf ein so
komplexes Auto. Das ist nicht mehr Minardi, wo es nur um's Dabeisein
ging. Wir müssen verdammt aufpassen, denn die Erwartungen sind nun
ganz andere. Aber wenn man den zweiten Schritt vor dem ersten macht,
geht das meist nach hinten los. Es muss wachsen, man muss dem Ganzen
Zeit geben. Aber in der Formel 1 hat man keine Zeit. Das ist die
Gefahr des Erfolgsdruckes."
Liegt es auch am Geld?
Berger: "Toro Rosso wird extrem gut von Red Bull unterstützt. Wir
haben also eine gute finanzielle Grundausstattung. Aber Ideen für
Verbesserungen umzusetzen, das geht erst, wenn auch die finanziellen
Mittel da sind."
Grafik
Und die Fahrer? Viele Medien sind überzeugt, dass der in der
Champ-Car-Serie siegreiche Franzose Sebastien Bourdais 2008 im Toro
Rosso sitzen wird.
Berger: "Das ist absolut nicht wahr. Wir haben ihn zweimal getestet
und werden das im Juli nochmals tun. Er ist einer von jenen Piloten,
die auf unserer Liste stehen. Aber es stimmt, Bourdais macht in
Amerika einen hervorragenden Job."
Beim großen Bruder Red Bull Racing läuft es dafür immer besser.
Berger: "Dort hat man wirklich enorme Fortschritte gemacht. Speziell
beim Getriebe, aber auch bei der Aerodynamik. Coulthard ist in
Barcelona fast auf BMW-Niveau gefahren, damit ist Red Bull ganz klar
die vierte Kraft in der Formel 1. Man hat dort sehr schnell
aufgeholt. Jetzt darf man nur nicht übertreiben, sonst geht das auf
Kosten der Standfestigkeit."
Features
GP von Barcelona
GP von Monaco
Donnerstag: Freies Training, ab 14:35 Uhr
Samstag: Qualifying, ab 13:55 Uhr
Sonntag: Das Rennen, Start um 14:00 Uhr
Foto

Auf den Toro-Boliden wartet noch viel ArbeitFoto © GEPA













