Grönholm baute WM-Führung aus - Stohl frustriert
"Der Spaßfaktor sinkt", so Stohl. In der Sommerpause wartet viel Arbeit. Aigner wurde starker Zweiter der P-WRC-Wertung.

Foto © GEPAMarcus Grönholm und Timo Rautianen
Marcus Grönholm (Ford) hat am Sonntag in Athen mit
seinem zweiten Akropolis-Rallye-Sieg in Folge die WM-Führung
ausgebaut. Der 39-jährige Finne gewann 38,6 Sekunden vor Sebastien
Loeb (Citroen) und liegt nun vor der achtwöchigen Sommerpause neun
Punkte vor dem französischen Weltmeister. Platz drei ging an den
Norweger Petter Solberg (Subaru).
Ein Punkt.
Der Wiener Manfred Stohl (Citroen), am Samstag von einem
Reifenschaden zurückgeworfen, wurde bei seinem zehnten
Akropolis-Start Achter und holte damit einen WM-Punkt, verabschiedete
sich jedoch frustriert in die Pause bis Anfang August
(Finnland-Rallye).
Arbeitsintensiv.
"Leider haben wir uns im Vergleich zu Sardinien nicht
weiterentwickelt. Das Auto ist vom Setup her in Ordnung, doch es
fehlt an Motorleistung. Damit sinkt natürlich der Spaßfaktor. Ich bin
sehr froh, dass es in die Sommerpause geht und ich ein wenig Abstand
gewinnen kann, denn meine Bilanz für die erste Jahreshälfte fällt
nicht sehr positiv aus", meinte Stohl, der im Vorjahr noch WM-Vierter
war, heuer jedoch derzeit nur Rang neun belegt. Auf das OMV Kronos
Citroen World Rally Team wartet eine arbeitsintensive "Sommerpause".
Heimspiel.
Weit besser läuft es hingegen für den zweifachen Weltmeister
Grönholm, der im achten Saison-Rennen bereits den dritten Sieg
feierte. "Das ist natürlich toll, dass ich jetzt als Führender zu
meinem Heimspiel komme", freut sich der dreifache Familienvater
bereits auf das Finnland-Heimspiel. Für seinen Arbeitgeber Ford war
es der 60. WM-Triumph. "Uns war es wichtig, mit dem zweiten Platz
unsere Titelchancen zu wahren, auch wenn wir hier wieder zwei Punkte
auf Grönholm verloren haben. Aber wir haben ja erst Halbzeit", meinte
Verfolger Loeb.
Bestes Ergebnis.
Der Steirer Andreas Aigner (Mitsubishi) hatte mit Gesamt-Rang 16
viel mehr Freude als Stohl mit Platz acht. Aigner belegte in der
seriennahen P-WRC-Wertung Rang zwei und damit sein bisher bestes
Ergebnis. Und das, obwohl Aigner am Freitag auf Grund eines
Reifenschadens mehr als drei Minuten verloren hatte. "Ich bin
wirklich total happy. Mit diesem Resultat fällt viel Last von meinen
Schultern. Jetzt ist das schon ein wenig verloren gegangene
Selbstvertrauen wieder da", jubelte Aigner.
Features
Ergebnisse
Ergebnisse Griechenland-Rallye, 8. Saisonlauf, 3
Etappen, 21 Prüfungen/334,44 km und 1.572 Gesamt-km:
1. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (FIN) Ford Focus WRC 3:49:22,6
Std. - 2. Sebastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MON) Citroen C4 WRC + 38,6
Sek. - 3. Petter Solberg/Philip Mills (NOR/GBR) Subaru Impreza WRC
1:34,1 Min.
Weiter:
8. Manfred Stohl/Ilka Minor (AUT) Citroen Xsara 8:56,2.; 16.
und 2. der P-WRC Andreas Aigner/Klaus Wicha (AUT/GER) Skoda Fabia WRC
23:44,7













