Loeb greift in der Heimat nach neuntem Titel
Eine Zielankunft im Elsass reicht Rekordchampion Sebastien Loeb zum Gewinn des neunten Rallye-WM-Titels in Serie. Bei der Frankreich-Rallye erfolgt auch das WM-Comeback des Steirers Andreas Aigner.

Foto © APASebastien Loeb in Action
Sebastien Loeb greift schon am Wochenende nach seinem neunten Rallye-WM-Titel in Serie. Dem 38-jährigen Franzosen reicht dafür am Sonntag bei seinem Heimrennen im Elsass bereits eine Zielankunft. Die Frankreich-Rallye beginnt am Donnerstag in Straßburg. Im Vorjahr war Loeb bei seinem Heimevent wegen eines Motorschadens ausgeschieden.
"Das war enttäuschend für alle, die hier waren. Aber es ist auch ein Teil des Rennsports", erinnerte Loeb. "Ich habe das Gefühl, dass Revanche genommen werden muss. Dieses Jahr können wir beide Titel fixieren." 61 Punkte liegt der WM-Dominator, der sieben von zehn Saisonläufen gewonnen hat, vor seinem Citroen-Teamkollegen Mikko Hirvonen. Mit einem Sieg in Frankreich wäre dem Team auch der Markentitel sicher. Ford liegt 111 Zähler zurück.
Seit 2004 hat es keinen anderen Rallye-Weltmeister mehr gegeben als Loeb. Um einen zehnten Titel wird der Rekordchampion kommende Saison aber nicht mehr fahren. Der gebürtige Elsässer will 2013 zumindest drei oder vier Saisonläufe auslassen. Damit geht eine Ära zu Ende. Davor will Loeb aber noch zum zweiten Mal nach 2010 in seiner Heimat triumphieren.
"Die Sonderprüfungen sind unter den schnellsten, die wir jemals gefahren sind", meinte Loeb. Durch die ständigen Wechsel des Untergrundes sei die Strecke sehr schwer zu lesen. Teamkollege Hirvonen hat seinen WM-Traum bereits aufgegeben. "Seb war heuer stärker denn je und hat einen großen Polster. Ich weiß nicht, wie ich ihn unter normalen Bedingungen schlagen sollte", erklärte der Finne. Der Konstrukteurstitel für Citroen stehe im Mittelpunkt.
Aigner gibt sein WM-Comeback
Aus österreichischer Sicht ist bei der Frankreich-Rallye das WM-Comeback von Andreas Aigner hervorzuheben. Der Steirer war zuletzt 2008 im "Konzert der Großen" dabei gewesen, als er sich auch den PWRC-WM-Titel geholt hatte. Im Elsass tritt er mit Co-Pilot Detlef Ruf in einem Proton Satria S2000 vom MEM-Team an. Heuer brachte es Aigner bisher in der Intercontinental Rallye Challenge (IRC) bei vier Einsätzen auf drei Siege.
Der Deutsche Ruf kam zum Zug, da Ilka Minor bei den letzten drei Saison-Rallyes im Auto des jungen Russen Jewgenij Nowikow sitzt. "Ich kann meine Gefühlswelt in diesen Tagen nur schwer beschreiben. Es ist richtig ergreifend, wieder WM-Luft zu schnuppern", erklärte Aigner. "Ich werde meine Chance mit Konsequenz und Konstanz umsetzten. Die Charakteristiken der Prüfungen liegen mir."













