Wer sein Motorrad liebt, der schiebt - vor 60.000 Fans
Japaner Nakasuga schied für YART-Team in Führung liegend aus und schob 45 Minuten lang die Maschine.

Foto © GEPA/Sujet
Nichts wurde aus dem Sieg des Monster-Yamaha-Austrian-Racing-Teams beim Acht-Stunden-Rennen der Langstrecken-WM in Suzuka. Der Trainingsschnellste Japaner Katsyuki Nakasuga übernahm gleich die Führung und wehrte alle Angriffe der Konkurrenz ab. Beim Versuch, sich abzusetzen stürzte der Pilot des österreichischen Weltmeisterteams von 2009 jedoch in der 24. Runde in der schnellsten Runde des Kurses.
Doch anstatt aufzugeben, schob Nakasuga, der unverletzt geblieben war, das schwer beschädigte Motorrad bei Temperaturen von mehr als 30 Grad eine dreiviertel Stunde lang zurück an die Box. Die 60.000 japnischen Motorradfans waren begeistert. Das Team konnte die Maschine bis zum Rennende wieder so weit herstellen, dass die beiden anderen Piloten, Noriyuki Haga und Tommy Hill, auch noch je einen kurze Abschnitte fahren konnten, um dem Publikum eine gute Show zu liefern.
"Wir werden nächstes Jahr wieder kommen und versuchen, den ersten Sieg für Yamaha bei diesem für die Japaner so wichtigen Rennen seit 1996 einzufahren", sagte der geknickte Teamchef Mandy Kainz aus Heimschuh.
Apropos Sieg, der ging nach 215 Runden an das Team TSR Honda. Das Bolliger Team Switzerland mit dem Österreicher Horst Saiger belegte den zwölften Platz.













