Der "Knight Rider" ist zurück
1 Berg, 1800 Piloten, 39 Nationen, 40.000 Fans: Beim Erzbergrodeo ziehen ab Donnerstag wieder die weltbesten Enduropiloten beherzt am Gasseil. David Knight und Jan Ludvig sind auch dabei.

Foto © GEPADavid Knight
Seriensieger Taddy Blazusiak wird heuer auf den Ritt über das Erzgestein verzichten. "Ich will mich auf den US-Titel im Endurocross konzentrieren. Die fünf Rodeo-Siege macht mir ja keiner streitig", ließ er wissen.
Es gibt Fans, die werden den Polen bei der 18. Auflage des Erzbergrodeos vermissen. Andererseits: Der König ist tot - es lebe der König! Und der neue muss nicht lange gesucht werden. Immerhin kehrt David Knight auf den Erzberg zurück. Das ist jener Mann, der das Rodeo dominierte, ehe Blazusiak fünf Siege in Folge feierte. Die vier Enduro-Weltmeistertitel auf Knights Visitenkarte machen sich natürlich auch nicht schlecht. Die Jahre der Blazusiak-Regentschaft in Eisenerz verbrachte Knight übrigens in den USA. Er verkaufte Motorräder. Indirekt zumindest. Gut verkaufen lassen sich dort nämlich nur die Maschinen der Rennsieger. Knight mischte den Markt derart auf, dass Vertragspartner KTM auf das Duell Knight gegen Blazusiak gerne verzichtete.
Knights Siegchancen? Martin Kettner, Pressesprecher des Erzbergrodeos, formuliert es so: "David ist eine Legende, eine Urgewalt. Aber das Rodeo wurde in den letzten Jahren schwieriger. David kann überlegen siegen - aber auch auf der Strecke bleiben.
Jan Ludvig, einen Kanadier tschechischer Abstammung, sollte man auch erwähnen. Er ist ohne Siegchancen, zählt aber zu den schillerndsten Persönlichkeiten im 1800 Mann starken Starterfeld. Ludvig war Eishockeyprofi und NHL-Topscorer bei New Jersey, jetzt ist er Talentescout und Schafzüchter. Als Geburtsjahr gibt er "ca. 1961" an. Er besitzt das schnellste Schaf Kanadas und ist beim Erzbergrodeo berüchtigt für seinen Selbstgebrannten, den er KTM-Oil nennt. Kettner: "Damit scheitelt er uns jedes Jahr das Haupthaar!"














