Mortara holt sich Sieg in Spielberg
Der Italiener Edoardo Mortara startete beim DTM-Rennen in Spielberg in seinem Audi von der Pole-Position und holte schließlich auch den Sieg. Zweiter wurde der deutsche Vorjahressieger Martin Tomczyk im BMW, Brite Gary Paffett fuhr im Mercedes auf den dritten Platz.

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Was für ein fantastisches Wochenende! Zuerst meine erste Poleposition, dann mein erster Sieg!" Die Freude war Edoardo Mortaro ins Gesicht geschrieben. Der 25-jährige Franko-Italiener war in Spielberg der Herr der Ringe. Nicht nur, dass Mortaro das Geschehen auf dem Red-Bull-Rundkurs beherrscht hat, der Doppelstaatsbürger ließ auch die vier Ringe des Audi-Emblems auf seinem Boliden wieder erstrahlen. Die Ingolstädter Autohersteller durften sich über den ersten Saisonsieg freuen. Die Erleichterung hat bei Teamchef Anro Zensen und Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich sogar für einige Freudentränen gesorgt.
Voll auf dem Gras
Die entscheidende Phase gestern in Spielberg: Nach dem zweiten Reifenwechsel kam Mortaro ganz knapp vor Martin Tomczyk (2./GER/BMW) und Gary Paffett (3./GBR/Mercedes) auf die Strecke zurück. In einem beinharten Dreikampf behielt Mortaro die Spitzenposition und gab die Führung auch nicht mehr ab. Paffett, der mit dem dritten Platz seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen konnte, war im Ziel aber grantig: "Das Manöver nach der Boxenausfahrt war nicht in Ordnung. Edoardo hat zu oft die Linie gewechselt. Ich war voll auf dem Gras", schimpfte der Brite. Die Rennleitung sah aber kein Vergehen. Und sogar Mercedes-Sportchef Norbert Haug konnte keinen Regelverstoß erkennen: "Wenn kein Platz ist, kann man nicht vorbeifahren ..."
Die Ex-Formel-1-Piloten Ralf Schumacher (11.) und David Coulthard - er stellte nach 22 Runden seinen Boliden wegen fehlender Bremsbalance ab - konnten wenig bis gar nicht überzeugen. Insgesamt war der DTM-Lauf aber großartiger Rennsport mit vielen "Feindberührungen". Wer den Boxenfunk mithören konnte, bekam einige nicht druckreife Sprüche zu hören.
Lob vom DTM-Boss
Aber auch ein 20-jähriger Steirer durfte sich über ein großartiges Wochenende freuen. Klaus Bachler fuhr im Porsche-Carrera-Cup auf die Plätze drei und sieben. Dabei wollte das Talent nur für sein erstes Top-10-Ergebnis sorgen. Sogar DTM-Boss Hans Werner Aufrecht lobte den jungen Österreicher. Bachler zu seiner Vorstellung: "Für mich war es das schönste Rennwochenende meiner Karriere - der Erfolg, die vielen Fans, die vielen Gratulationen. Ich habe über 40 SMS erhalten. Dennoch werde ich schön am Boden bleiben", verspricht der junge Mann aus St. Georgen/Judenburg. Zum Feiern blieb keine Zeit. Tests in Zandvoort warten.
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Siedler im Porsche-Cup Fünfter
Vortagessieger Norbert Siedler hat am Sonntag im zweiten Rennen zum "Porsche Carrera Cup Deutschland" in Spielberg nach einem Reifenschaden als bester Österreicher Rang fünf belegt. Klaus Bachler wurde beim Sieg des Briten Sean Edwards Siebenter.

















