Tomczyk: "Ich mag die Strecke und die Atmosphäre"
Tourenwagen-Star Martin Tomczyk (30), Titelverteidiger im DTM und auf dem Red-Bull-Ring, war zum "Warm-up" auf Besuch in Schladming.

Foto © GEPAMartin Tomczyk
Herr Tomczyk, Sie wechselten als amtierender Meister zu Neueinsteiger BMW. Wieso tut man das?
MARTIN TOMCZYK: Nach elf Jahren beim selben Arbeitgeber wünscht man sich eine neue Herausforderung. Und für mich ist es fast eine Rückkehr, ich bin ja mit 16 schon BMW gefahren.
. . . und schon im zweiten Rennen gab es den ersten BMW-Sieg durch Bruno Spengler.
TOMCZYK: Der Erfolg ist sensationell. Es war für alle eine Reise ins Ungewisse. Der Sieg zeigt, dass wir nicht ganz schlecht gearbeitet haben.
Finden Sie, dass der Weg des DTM richtig ist? Unter den Silhouetten steckt viel einheitliche Technik, um Kosten zu sparen.
TOMCZYK: Am Lausitzring waren alle Fahrzeuge innerhalb einer Sekunde. Das ist unglaublich und zeigt, dass der Weg richtig ist, ja. Es ist extrem spannend. Und wir sind eine Serie zum Anfassen, mit einem tollen Paket - ich nenne es immer DTM-Lifestyle-Paket.
Zu Ihren Gegnerinnen zählen auch zwei Damen. Einige sagen, die beiden fahren nur aus Marketinggründen mit. Sie auch?
TOMCZYK: Beide sind absolute Racerinnen. Noch einmal: Zuletzt waren alle Autos innerhalb einer Sekunde - auch Rahel Frey und Susie Wolff. Sie fahren in der besten Tourenwagen-Serie der Welt voll mit, das sagt alles. Und sie sind gut fürs Marketing.
In zwei Wochen kommt die DTM in die Steiermark. Was halten Sie vom Red-Bull-Ring, auf dem Sie im Vorjahr siegten?
TOMCZYK: Ich war im vergangenen Jahr sehr gespannt, nach zehn Jahren Pause die Strecke wieder zu sehen. Und ehrlich: Hier fährst du die lange Gerade nach Kurve eins bergauf - und dann schaut jeder kurz auf die Berge, jeder. Ich mag die Strecke, die Atmosphäre. Nicht nur wegen meines Sieges im Vorjahr.
Sie stehen gerade in Schladming, am Fuß der WM-Piste 2013. Schauen Sie sich Skirennen an?
TOMCZYK: Gerne sogar - und ich denke mir dabei: Die spinnen. Aber das wird umgekehrt wohl nicht anders sein.













