Red Bull auf einer Fahrt ins Blaue
Das neue Auto ist enthüllt, gespart wird aber auch beim Formel-1-Team Red Bull. Mit 30 Prozent weniger Budget und reduzierter Belegschaft.

Foto © GEPASebastian Vettel und Mark Webber untersuchen den neuen Boliden
Mark Webber und Jungstar Sebastian Vettel zogen ein dunkelblaues Tuch vom Auto. Klick, klick, klick. Die seit Jahren gleichen Fotos. Das war's. Für großen Firlefanz hatte Red Bull bei der Präsentation seines neuen Formel-1-Boliden gestern in der Früh im spanischen Jerez nichts übrig.
Sparkurs. "Wir versuchen zu sparen, wo es nur geht", sagte Red-Bull-Berater Helmut Marko. Das Jahresbudget wurde bereits um die geplanten 30 Prozent "auf unter 100 Millionen Euro" (Marko) reduziert. Von der Belegschaft in der Fabrik in Milton Keynes und an der Rennstrecke wurden 40 Mitarbeiter abgebaut, weitere 20 stehen auf der Liste.
Erste Fahrt. Die Jungfernfahrt des nagelneuen Red-Bull-Renault, Modell RB5, endete zwar schon nach 25 Runden, weil das Getriebe überhitzte. "Aber ästhetisch haben wir von allen das bisher ansprechendste Auto. Doch ob auch der Speed stimmt?", rätselte Helmut Marko und deutete eine Art Fahrt ins Blaue an. Denn Red Bull habe zwar das Datenmaterial des neuen Autos mit jenem aus dem Vorjahr übereinander gelegt. "Aber entscheiden wird, wo die anderen stehen", weiß Marko.
Auto. Auch Sebastian Vettel, letztes Jahr im "kleinen" Red-Bull-Team Toro Rosso jüngster Grand-Prix-Sieger aller Zeiten, hält sich noch bedeckt. "Derzeit kann ich nur sagen, ob ein Auto hübscher oder weniger hübsch ist. Unseres zählt zu den hübscheren." Und weil Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz den Trubel bei Präsentationen nicht mag, fliegt er erst Mittwoch nach Jerez.














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