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Zuletzt aktualisiert: 04.05.2009 um 12:36 UhrKommentare

Ecclestone: Ferrari darf nicht "kaputt gemacht" werden

Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone will nicht zulassen, dass Ferrari im Streit um die optionale Budgetobergrenze "kaputt gemacht" wird.

Bernie Ecclestone

Foto © APABernie Ecclestone

"Das werde ich nicht geschehen lassen", wurde der britische Rechte-Mitinhaber am Montag von der Londoner Tageszeitung "Times" zitiert. Zuvor war es zu heftigen Wortgefechten via Briefen und Interviews zwischen Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und dem Chef des Internationalen Automobilverbandes (FIA), Max Mosley, wegen des Etatlimits für 2010 gekommen.

Der "Mikro-Streit". "Man sollte Max niemals in einer Position lassen, in der eine Debatte oder eine Diskussion starten kann", meinte Ecclestone über seinen englischen Landsmann Mosley, der in einem Zeitungsinterview gesagt hatte, die Formel 1 könne auch ohne Ferrari überleben.

Cleverness. Gleichzeitig sagte Ecclestone, dass der FIA-Boss auch clever sei. "Selbst wenn man gewinnt, ist es, als ob Sie im Publikum sitzen und ich das Mikrofon habe. Sie sagen etwas Kluges und ich gebe Ihnen nicht das Mikro - so einfach ist das", erklärte Ecclestone.

Lösung in Sicht. Der Brite geht davon aus, dass noch eine einvernehmliche Lösung im Fall der von der FIA auf 40 Millionen Pfund (44,8 Mio. Euro) veranschlagten Budgetgrenze gefunden wird. Es gebe Bedenken wegen der Summe und auch wegen des heftig kritisierten Zweiklassen-Systems. Rennställen, die sich an das Ausgabenlimit halten, werden nicht unbedeutende technische Vorteile gewährt.

Keine "monumentalen" Dinge. Es seien keine "monumentalen" Dinge auszuräumen, meinte Ecclestone und zeigte sich sicher, dass auch Ferrari zur Zustimmung einer Obergrenze unter einem einheitlichen Regelsatz bewegt werden kann.

Anhebung möglich. Das Limit könnte demnach angehoben werden. Die "Times" spekulierte mit 60 Millionen Pfund (67,2 Mio. Euro). Bis 2012 könnte das gedeckelte Budget, das neue Teams anlocken und die bereits teilnehmenden halten soll, dann etappenweise auf 45 Millionen Euro abgesenkt werden.

Am Mittwoch wird diskutiert. Im Vorfeld des Grand Prix von Spanien (Sonntag, Start: 14.00 Uhr) wird die Teamvereinigung FOTA am Mittwoch in Montmelo bei Barcelona das Thema diskutieren.


Streitthemen 2009

BUDGETOBERGRENZE:
Der Beschluss des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA), die Teams, die sich an das Limit von 40 Millionen Pfund (44,8 Mio. Euro) für 2010 halten, mit technischen Vorteilen auszustatten, verärgert Ferrari. Man fürchtet eine Zweiklassen-Gesellschaft. Mosleys Antwort auf einen Montezemolo-Brief: "Der Sport könnte auch ohne Ferrari überleben." Rechte-Mitinhaber Bernie Ecclestone will den Streit mit einer Erhöhung des Limits lösen.

DIFFUSOR:
Am Ende gibt es "Grünes Licht" für den Doppel-Diffusor dreier Teams. Die Konkurrenz wähnte sich im Nachteil, einige legten Protest ein. Das Berufungsgericht musste entscheiden. Nach dem Urteil rüsten die Teams ihre Autos um - und kritisieren zugleich die dadurch entstehenden Zusatz-Ausgaben in Zeiten des drastischsten Sparkurses der Formel 1.

LÜGENAFFÄRE:
Drei Rennen Sperre, zur Bewährung ausgesetzt: McLaren-Mercedes atmet nach dem Weltrats-Urteil wegen der Falsch-Aussagen von Weltmeister Lewis Hamilton und dem anschließend entlassenen Sportdirektor Dave Ryan auf. Beide hatten bei zwei Anhörungen verneint, dass Hamilton bei einer Safety-Car-Phase in Australien Toyota-Fahrer Jarno Trulli auf Anweisung überholen ließ. Hamilton wurde nachträglich aus der Rennwertung genommen.

SPARKURS:
Die Weltwirtschaftskrise macht vor der lange Zeit verschwenderischen Formel 1 nicht halt. Die FIA reagiert: Ein Drittel der Ausgaben soll bereits in diesem Jahr gespart werden, etwa durch ein Verbot von Testfahrten während der Saison sowie eine deutlich eingeschränkte Windkanal-Nutzung. Wer sportlich nicht von Beginn an vorne dabei ist, kommt daher nur noch schwer in die Gänge.

WM-MODUS:
Kurz vor dem Saisonbeginn beschließt die FIA einen neuen Modus zur Ermittlung des Weltmeisters. Entscheiden soll die Anzahl der Siege. Weisen zwei oder mehr Piloten am Ende die gleiche Anzahl an Grand-Prix-Erfolgen auf, zählen die insgesamt geholten Punkte. Aufruhr bei den Teams - die FIA lenkt ein. Der neue Modus soll nun 2010 kommen.

LIZENZGEBÜHREN:
Die Fahrer laufen Sturm gegen die Erhöhung der Gebühren für die Piloten-Lizenz. Die 2008 bereits von 1.690 Euro auf 10.000 Euro angehobene Grundgebühr soll auf 10.400 Euro gesteigert werden. Statt 447 Euro wie vor zwei Jahren sollen die Fahrer 2.100 Euro pro WM-Punkt zahlen. Champion Hamilton würde die Superlizenz nach Berechnungen der Fahrer-Gewerkschaft GPDA damit mehr als 200.000 Euro kosten. Bei einem Treffen mit GPDA-Vertretern stellt Mosley eine Senkung der Kosten in der Saison 2010 in Aussicht.

Formel-1-Live-Ticker

GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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