Mario Illien soll Formel 1 mit Einheitsmotoren beliefern
Der Schweizer gilt als Favorit unter den möglichen Kandidaten. Max Mosley befürwortet das einheitliche Triebwerk bereits ab 2010.

Foto © GEPAMario Illien hatte 1998 und 1999 mit McLaren den Titel geholt.
Der Schweizer Triebwerksexperte Mario Illien
hat nach Angaben von "auto, motor und sport" die besten Chancen, mit seiner Firma Ilmor den geplanten Einheitsmotor für die Formel 1 bauen
zu dürfen. "Mittelfristig käme ein V8 mit mehr als drei Liter Hubraum infrage. Als Drehzahl könnte ich mir 13.500 bis 14.000 pro Minute vorstellen. Das ergäbe 680 bis 700 PS", sagte Illien der
Online-Ausgabe des Fachmagazins am Mittwoch.
Entscheidung am Freitag. Der Internationale Automobil-Verband FIA gibt am Freitag bekannt, welcher der fünf Bewerber Ilmor, Cosworth, Mecachrome, Zytek und Judd
den Zuschlag erhält. Ob die Teams künftig mit einem einheitlichen Motor fahren müssen, entscheidet der FIA-Weltrat allerdings erst auf
seiner Sitzung am 12. Dezember. FIA-Präsident Max Mosley ist aus Kostengründen einer der stärksten Befürworter eines einheitlichen Triebwerks ab der Saison 2010.
Fünf Mio. Euro. Dem Dachverband schwebt dafür eine finanzielle Obergrenze von fünf
Millionen Euro pro Rennstall vor. Dazu haben die sechs Hersteller noch keine Vorschläge gemacht. Derzeit sind für 2009 25 Motoren und
Ausgaben in Höhe von zehn Millionen Euro pro Team geplant. Illien beliefert derzeit die nordamerikanische IndyCar-Serie mit
Einheitsmotoren. 1998 und 1999 hatte McLaren durch Mika Häkkinen mit seinen Mercedes-Motoren die Formel-1-WM gewonnen.














