Welch Überraschung: Hamilton ist auch nur ein Mensch
Lewis Hamilton wehrt sich gegen Vorwürfe er sei arrogant und aggresiv.

Foto © APALewis Hamilton musste in den vergangenen Tagen viel Kritik einstecken
Lewis Hamilton hat sich nach massiver Kritik gegen Arroganz-Vorwürfe gewehrt. "Ich bin auch nur ein Mensch und hier und da macht jeder Mensch auch Fehler", sagte der Spitzenreiter der Formel-1-WM vor dem Großen Preis von China am kommenden Sonntag in einem Interview auf seiner Homepage. Er würde nie behaupten, dass er besser sei als irgendjemand anderes. Wenn man so im Blickpunkt stehe, sei es aber nicht leicht, immer das Richtige zu sagen, meinte der 23 Jahre alte McLaren-Mercedes-Fahrer.
Auftreten. Hamiltons aggressiver Fahrstil, aber auch sein angeblich überhebliches Auftreten sorgten in den vergangenen Wochen im Fahrerlager und in Medien für kritische Töne. Hamilton, der am vergangenen Sonntag nach dem deprimierenden "Nuller" in Japan nach Unfall, Strafe und vor allem dem Rempler von WM-Verfolger Felipe Massa im Ferrari sich erst nach heftigem Zureden von Vater Anthony den Journalisten stellte, fühlt sich missverstanden. Manchmal seien Dinge auch aus dem Kontext gerissen worden. "Dadurch haben die Leute meine Äußerungen, bei denen ich mich nicht richtig ausgedrückt habe, falsch aufgefasst", urteilte er am Dienstag.
Fehler. "Ich schaue auf die anderen Fahrer und ich will sie schlagen. Ich würde nie sagen: Ich bin besser als Du. Ich denke, dass alle diese Jungs die besten sind." Zuletzt in Japan gingen die Nerven mit ihm durch. Das Manöver gegen Räikkönen direkt nach dem Start bezeichnete Hamilton selbst als Fehler. Zu den Vorwürfen, er habe angeblich Toyota-Pilot Jarno Trulli (Italien) zwei Runden lang blockiert, sagte der Silberpfeil-Star noch nichts. In China solle er sich vor den Fahrern dazu äußern, heißt es. Nachdem die meisten Kollegen auf seine Start-Aktion am Fuji mit Unverständnis reagiert hatten, wird der Heißsporn wohl auch bei der Fahrerbesprechung in Shanghai mit kritischen Fragen rechnen müssen.
WM-Wertung. Vor dem vorletzten von 18 Rennen führt Hamilton (84) nur noch mit fünf Punkten vor Massa (79). Zwölf Zähler Rückstand hat BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica aus Polen nach seinem zweiten Rang in Japan. Die nächsten zwei Rennen könnten die engsten der Saison werden, meinte Hamilton. Da sind starke Nerven gefragt.













