Spatenstich für die Formel 1 in Russland
Offizieller Baubeginn eines Formel-1-Kurses in Russland. Hans Geist (50) leitet das 165-Millionen-Projekt.

Foto © GEPAOb und wann die Formel 1 in Russland ihre Runden dreht, steht noch in den Sternen
Am Mittwoch wurde der Grundstein gelegt, das erste große Loch ausgehoben. Red-Bull-Pilot David Coulthard stand Pate. 77 Kilometer von Moskau entfernt entsteht in den nächsten zwei Jahren eine Formel-1-taugliche Rennstrecke. 4,1 Kilometer ist der "Moscow Raceway" lang, freilich skizzierte Fachmann Hermann Tilke das gesamte Projekt. Und Österreich ist wieder stark mit von der Partie. Der Baukonzern Strabag wurde mit der Durchführung der Erd- und Straßenbauten verpflichtet. Als Generalmanager fungiert Hans Geist, ehemals Chef des A1-Rings in Spielberg und Ex-Manager der Rennstrecke in Bahrain.
Großes Interesse. Was in Österreich selbst nicht funktioniert, setzt Geist in Moskau um. Er leitet und überwacht die Bauphase, lukriert schon jetzt Kunden aus der Automobil-Industrie und aus allen Bereichen des Motorsports. "Wir stoßen auf großes Interesse von allen Seiten. Die Industrie erkundigt sich über Testmöglichkeiten, Sportserien wie die DTM oder die MotoGP wollen unbedingt nach Russland. All diese Leute sind jetzt meine Verhandlungspartner", sagt Geist: "Erste Unterschriften wird es aber frühestens im nächsten Jahr geben. Aber natürlich bemühen wir uns um eine Auslastung von 365 Tagen."
Formel 1? 165 Millionen Euro von russischen und ausländischen Privat-Investoren stehen Geist zur Umsetzung des Projekts zur Verfügung. Ob die Formel 1 je kommt, bleibt abzuwarten. "Die Formel 1 wird von unseren Investoren nicht zwingend verlangt. Aber wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann werden wir zugreifen," sagt Geist, der derzeit zwischen Moskau und Wien pendelt. Ein Computer hat übrigens schon eine Höchstgeschwindigkeit für die Formel 1 errechnet: 311 km/h.
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