Doppelsieg für Ferrari in Magny Cours
Felipe Massa gewann den Grand Prix von Frankreich in Magny Cours und übernahm die WM-Führung - als erster Brasilianer seit dem legendären Ayrton Senna.

Foto © APFelipe Massa ist neuer Spitzenreiter
Das Wetter im Burgund war am Sonntag unberechenbar wie eine kapriziöse Diva. Am Vormittag regnete es, einmal leicht einmal stärker. Bei Bridgestone im Fahrerlager wurden Regenreifen und die so genannten "super wets" vorbereitet. Die Wetterfrösche der einzelnen Teams beobachteten, analysierten, berechneten. "Meteo France" sagte für den Großen Preis von Frankreich sogar Gewitter voraus, mit hoher Wahrscheinlichkeit. Und während des Rennens bekamen die Fahrer ins Cockpit gefunkt, dass es gleich zu Schütten beginnt. Es war ein harter Tag für die Meteorologen.
Paar Tröpfen.
Doch es blieb trocken, bis auf ein paar Tröpfchen im Finale. Bridgestone durfte die profilierten Pneus wieder einpacken. Und deshalb war der programmierte Ferrari-Erfolg auch nie gefährdet. Auch wenn im Fall Magny Cours der falsche, zumindest der nicht "geplante" Ferrari-Pilot gewonnen hat. Kimi Räikkönen galt nach den Training als haushoher Favorit, baute vom Start weg seine Führung aus. Zu Halbzeit des Rennens verlor der Finne mit grässlich klingendem Ferrari-Motor Sekunde um Sekunde auf Massa, der seinen Teamkollegen in Runde 39 überholte. Am Auspuff von Räikkönens Ferrari hatte sich ein Teil gelöst, was sich auf die Leistung eher negativ auswirkte. Dass aber Räikkönen trotzdem Zweiter wurde, zeigt nur die deutliche Überlegenheit der Ferrari.
Massa Wm-Führender.
Massa holte seinen dritten Sieg und löste BMW-Pilot Robert Kubica (5.) an der Spitze der WM-Wertung ab. Als erste Brasilianer seit Ayrton Senna. "Das habe ich nie erwartet, es war schon ein bisschen Glück dabei. Kimi war so schnell, da hätte ich nie eine Chance gehabt", strahlte Massa.
Sonstige Highlights: Lewis Hamilton hatte ein völlig verpatztes Wochenende. Nur Zehnter nach einer Durchfahrtsstrafe wegen Abkürzens (so kam er an Vettel vorbei). Dafür sorgte Jarno Trulli für einen Podiumsplatz für Toyota, sogar nach Feindberührung mit Kovalainen in der letzten Runde. "Ein Tribut an Ove Andersson", so Trulli. Der Ex-Teamchef war vor zwei Wochen bei einer Oldtimer-Rallye tödlich verunglückt.
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Kimin Raikkönen im PechFoto © APA













