Weltmeister Loeb in der Türkei nun wieder der Gejagte
Bei der Türkei-Rallye werden alle versuchen Sebastien Loeb zu schlagen. Auch für Andreas Aigner steht viel auf dem Spiel.

Foto © GEPASebastien Loeb in seinem Citroen C4 WRC
Die Rallye-Weltmeisterschaft geht ab Donnerstag in der Türkei weiter. Der vierfache Weltmeister Sebastien Loeb befindet sich nach seinem Sieg in Griechenland nun wieder in der Position des Gejagten. Um einen Punkt führt der Franzose im Citroen C4 in der WM-Gesamtwertung vor dem Finnen Mikko Hirvonen im Ford Focus. In der P-WRC-Wertung steht der führende Österreicher Andreas Aigner vom Red Bull Rallye Team vor einem wichtigen Rennen, denn seine beiden direkten Konkurrenten, die Finnen Jari Ketomaa und Juha Hänninen, sind in der Türkei nicht am Start.
Große Chance. Aigners Teamchef Raimund Baumschlager glaubt an eine "sehr große Chance": "Wir müssen versuchen, die WM-Führung zu behalten und wenn möglich noch auszubauen", so Baumschlager, "ein Ausfall wäre fatal." Das Fehlen der beiden Finnen ist für ihn kein Freifahrtschein und schon gar kein Garant für den dritten P-WRC-Sieg in Serie. "Die WM ist leider kein Wunschkonzert - und die Konkurrenz ist sehr groß." Nach den Siegen in Argentinien und Griechenland ist Aigner der Gejagte: "Mit dieser Rolle kann ich aber gut leben." Für ihn steht diesmal nicht der Sieg, sondern Punkte im Vordergrund.
Auf Sieg. In der Gesamt-WM wird Loeb mit Sicherheit wieder auf Sieg fahren, gilt er doch auf dem ähnlichen Untergrund wie in Griechenland erneut als Favorit. "Die Rallye ist sehr ähnlich wie die Akropolis-Rallye", konstatierte auch Verfolger Hirvonen. "Die Oberfläche ist hart und steinig, dafür sind die Straßen vernünftig breit. Ich hoffe, dass es trocken bleibt, denn das würde bedeuten, dass Sebastien als Erster in der Startordnung mit den schlechtesten Bedingungen zu kämpfen hat." Aber auch im Falle von starkem Regen wird die Rallye kein einfaches Rennen, denn dann verwandeln sich die Straßen schnell in Matschbäder.
Features
Fakten
Die Türkei-Rallye, der 8. von 15 WM-Läufen, umfasst 19 Sonderprüfungen mit insgesamt 360,12 SP-Kilometern.













