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Zuletzt aktualisiert: 19.07.2012 um 20:07 UhrKommentare

Froome musste auf Wiggins warten

Bradley Wiggins verlässt die Berge der Tour de France als klarer Spitzenreiter, Teamkollege Christopher Froome bleibt Zweiter. Den Tagessieg in den Pyrenäen sicherte sich der Spanier Alejandro Valverde.

Alejandro Valverde holt Etappensieg

Foto © APAlejandro Valverde holt Etappensieg

Alejandro Valverde (32) hat wieder einmal eine Etappe der Tour de France gewonnen. Seine dritte. Aber die erste seit vier Jahren und vor allem die erste, seitdem seine zweijährige Dopingsperre mit Jahresbeginn abgelaufen war. Valverde gehörte zur Kundschaft des spanischen "Blutpanschers" Eufemiano Fuentes. Am Donnerstag benötigte er keine Hilfe. Zumindest keine augenscheinliche. Er feierte einen Solosieg im 1605 Meter hoch gelegenen Peyragudes.

Velverde war dennoch nicht das große Thema am letzten Tag in den Pyrenäen. Denn ein allerletztes Mal flammte das "hauseigene" Duell im Sky-Rennstall so richtig auf. Bradley Wiggins, schon lange vor Alpen und Pyrenäen im Gelben Trikot, gegen Christopher Froome. Oder besser gesagt, umgekehrt. Denn nachdem er bereits in den Alpen zurückgepfiffen wurde und Wiggins nicht attackieren durfte, musste Froome in den letzten steilen Kehren der Pyrenäen neuerlich die weit stärkeren Beine auf offensichtlichen "Befehl von oben" hängen lassen.

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Rad an Rad nahmen Wiggins und Froome die letzte Steigung der Tour 2012 in Angriff. Bis Christopher Froome drei, dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel den Tritt mehr und mehr beschleunigte. Und Wiggins mehr und mehr Probleme bekam. Aber Froome nahm immer wieder Tempo heraus, gestikulierte, schimpfte, winkte Wiggins nach vorne, ließ sich selbst sogar mehrfach zurückfallen. Und demonstrierte damit aufreizend, dass auch er sich den Tour-Sieg allemal zugetraut hätte.

"Das war nicht das Thema. Es ging darum, das Gelbe Trikot von Bradley gegen diverse Angriffe zu verteidigen", sagte Froome im Ziel fast Gentleman like. Und so würde Wiggins auch ohne jener 53,5 km Zeitfahren, die Samstag noch warten, als erster Brite die Tour de France gewinnen.

GERALD POTOTSCHNIG

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