Eisel: "Habe Entscheidung im Kopf schon gefällt"
Der Steirer Rad-Profi Bernhard Eisel ist nach dem HTC-Aus auf der Suche nach einem neuen Team bereits fündig geworden. Den Namen will er jedoch nicht nennen.

Foto © GEPABernhard Eisel
Dem "Schock" folgt für Bernhard Eisel die Konzentration auf eine neue Herausforderung. Nach dem seit Donnerstag besiegelten Aus von HTC-Highroad um Super-Sprinter Mark Cavendish per Saisonende heißt es auch für den Steirer Abschied vom Erfolgsteam nehmen. Eisel wird sich dabei keine Zukunftssorgen machen müssen. Als Leithammel des US-Teams bei der abgelaufenen Tour de France steht der 30-Jährige im Profi-Radsport hoch im Kurs.
"Drei Mannschaften sind im inneren Kreis. Aber im Kopf habe ich meine Entscheidung schon gefällt", berichtete der derzeit in Klagenfurt weilende Steirer am Freitag. Namen wollte er nicht nennen. Der Voitsberger darf sich jedoch in einer glücklichen Position wähnen. In vier Jahren bei HTC Highroad bzw. den Vorgängerteams T-Mobile und Columbia-HTC hat sich Eisel im Radzirkus einen Namen gemacht.
"Ich tue mich sicher leichter, eine Mannschaft zu finden", sagte Eisel, der bereits vor der Tour "sehr konkrete" Gespräche geführt hatte. Die Entscheidung über seine Zukunft könnte bereits am Wochenende fallen. Eine offizielle Bestätigung seiner neuen Equipe werde es aber wohl erst Anfang September geben.
Auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber gab sich Eisel nicht unbescheiden. Ein Engagement soll dem Edelhelfer von Cavendish im Zukunft Chancen auf Tagessiege geben. "Es geht schon darum, in Klassikern gewisse Freiheiten zu haben. Das Wichtigste für mich ist aber, die Tour de France zu fahren", meinte Eisel, für den es ab Montag bei der Eneco Tour in den Niederlanden weitergeht. Auf dem weiteren Jahresprogramm steht auch ein Start bei der Straßen-WM in Kopenhagen im September.
Den Rückzug von HTC-Highroad - das Team hatte keinen neuen Geldgeber gefunden - bezeichnete Eisel als "Schock". Letztendlich sei die Entscheidung von Besitzer Bob Stapleton aber nachvollziehbar. "Die letzten zwei Jahre waren ein permanentes Suchen und immer am Limit bewegen. Aber er war immer fair zu uns", berichtete der Österreicher, der bei Highroad noch bis 2012 unter Vertrag gestanden wäre.
Die Verantwortlichen der US-Equipe, die seit ihrer Gründung 2008 als T-Mobile-Nachfolger allein bei den drei großen Rundfahrten weit mehr als 50 Etappenerfolge gefeiert hatte, hatten die Sponsoren-Not im Juni öffentlich gemacht. Noch vor etwas mehr als einer Woche hatte man verkündet, kurz vor Abschluss eines lukrativen Deals zu sein. Der erhoffte neue Sponsor sprang laut Stapleton aber am vergangenen Sonntag plötzlich ab.








