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Zuletzt aktualisiert: 10.05.2011 um 12:05 UhrKommentare

Maly beinahe in Sandloch erstickt

Der freie Tag während eines Trainingslagers in Florida wurde Österreichs Nationalteam-Schwimmer Jakub Maly beinahe zum Verhängnis: Der 19-Jährige wurde in einem Sandloch verschüttet, konnte aber noch rechtzeitig befreit werden.

Jakub Maly hatte Glück im Unglück

Foto © GEPAJakub Maly hatte Glück im Unglück

Unverletzt und wohlbehalten ist Nationalteam-Schwimmer Jakub Maly nach Österreich zurückgekehrt. Der 19-jährige Burgenländer wird den freien Sonntag am Pompano Beach zum Abschluss eines Trainingslagers in Miami wohl nie vergessen. Er war in ein mit Teamkollegen im Sand gegrabenes mehr als zwei Meter tiefes Loch gestiegen und musste in einer zweistündigen Rettungsaktion vor dem Erstickungstod bewahrt werden. In der Heimat absolvierte er gleich nach der Ankunft einen Gesundheitscheck in der Südstadt.

Lokale Fernsehstationen berichteten ausführlich vom ungewöhnlichen Ereignis, das zum Glück so glimpflich ausgegangen ist. Die Gruppe von Südstadt-Trainer Walter Bär, zu der auch Birgit Koschischek und Sebastian Stoss gehören, befand sich drei Wochen im Trainingslager in Florida. Am Sonntag schauten Maly und Co. zuerst Wasserspringer Constantin Blaha bei einem Wettkampf zu, ehe sie sich an den Stand begaben, um Spaß zu haben. Dort begannen sie dann mit einem Kübel ein Sandloch zu graben, das am Ende ziemlich riesig ausfiel.

Bis zum Kinn begraben

"Dann sind drei Leute von uns in das Loch gestiegen und haben Fotos gemacht. Als ich reingegangen bin, ist es zusammengebrochen, es war unglücklich, dass das passiert ist", schilderte Maly nach seiner Ankunft in Wien im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Der 1,89 Meter große Mann wurde bis zum Kinn begraben und konnte sich nicht mehr bewegen. "Einmal am Anfang bin ich komplett zugeschüttet worden, für ungefähr zwanzig Sekunden. Später noch einmal, da habe ich ein bisserl Panik gehabt, habe aber ruhigbleiben müssen."

Sofort begannen die Kollegen, ihren Landsmann mit bloßen Händen auszugraben und den Kopf freizulegen. Die alarmierten Rettungskräfte benötigten anschließend zwei Stunden, um Maly zur Gänze zu befreien. Der Sand rieselte in das Loch, es drohte Gefahr, dass er weiter verschüttet wurde, deshalb mussten Feuerwehrleute zuerst Seitenwände mit Hölzern und Boards errichten. "Das Anstrengende war, dass meine Position so schlecht war, dass es so lange dauerte. Ich war schwer rauszubekommen. Luft habe ich aber bekommen."

Die Nacht verbrachte der leicht geschockte Maly zur Beobachtung im North Broward General Medical Center, am Montag trat er plangemäß die Heimreise an. "Mir geht es ganz gut, ich bin nicht verletzt", erklärte er mit kräftiger Stimme. Der gebürtige Tscheche gilt als großes Talent im heimischen Schwimmsport, im vergangenen Jahr war er Teilnehmer an den Olympischen Welt-Sommer-Jugendspielen in Singapur. Für künftige Strandbesuche hat er sich vor allem eines vorgenommen: "Keine Löcher mehr graben."


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