Jukic will eine Medaille
Nach seinem Ausscheiden über 200 m Delfin bei der Kurzbahn-WM in Dubai nannte Schwimm-Europameister Dinko Jukic am Sonntag erstmals öffentlich eine Medaille als sein Langbahn-Ziel für Shanghai im Juli 2011.

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Bisher hatte sich der 21-Jährige diesbezüglich für Weltmeisterschaften zurückgehalten, doch in Richtung Olympia 2012 heißt es ein Jahr davor in China Farbe zu bekennen. Auch sein Vorlauf-Ausscheiden am WM-Finaltag in Dubai über 200 m Delfin wirft ihn auf seinem Weg nicht aus der Bahn.
Genau auf dieser Strecke will er sein Podestvorhaben in gut sieben Monaten in China in die Tat umsetzen. "200 m Delfin ist aus meiner Sicht die Königsdisziplin", erklärte der Wiener nach seinem letzten Einsatz in den Emiraten. "Daher werde ich auf dieser Distanz weiterarbeiten." Seine im "Dubai Sports Complex" erreichten 1:53,92 sah Jukic eher als Bestätigung seiner Klasse, nicht als Rückschritt. "Ich habe wegen EM und WM sechs Wochen lang nicht richtig trainieren können, nur abtrainiert. Dafür war das ein sehr starkes Rennen."
Außerdem sei bei ihm die lange Delfinstrecke auf der Kurzbahn um einiges schwächer als im 50-m-Becken, was seinen EM-Titel noch mehr aufwertet. "Auf der Kurzbahn verliere ich viel in den Tauchphasen und bei den Wenden. Auf der Langbahn gibt es das alles nicht. Daher will ich in Shanghai eine Medaille holen." Jukic rechnet, dass die WM-Medaillen mit 1:52,9 weggehen werden. Dafür muss er sich im Vergleich zur Budapest-EM im vergangenen August um 4,8 Sekunden steigern.
Vorbereitung durch Wahl-Kandidatur beeinflusst
Das klingt viel, doch war die damalige Vorbereitung aufgrund seiner VP-Kandidatur für die Wien-Wahlen sicher auch nicht ganz optimal gewesen. Sein österreichischer Rekord steht bei 1:54,42. Den Dubai-Trip sieht Jukic als wertvolle Wettkampf-Erfahrung und Bestätigung seiner Form an, immerhin hatte er ja über 200 m Lagen Finalrang sieben erreicht, mit Markus Rogan für den überhaupt ersten WM-Endlauf mit zwei Österreichern gesorgt.
Dass ein WM-Endlauf für kaum jemand eine Selbstverständlichkeit ist, hat u.a. das Vorlauf-Out von Langbahn-Europameister Pawel Korzeniowski gezeigt. Der Pole hatte zugunsten einer intensiven Dubai-Vorbereitung auf ein Antreten bei der Eindhoven-EM verzichtet. Nun war er um 15/100 schneller als Jukic, womit er aber um 1/100 am Endlauf vorbeischrammte.
Rund eine Woche lang wird Jukic nun eine Schwimm-Pause einlegen, so richtig los geht es wieder am 3. Jänner. Bis dahin stellt Jukic das Schwimmen hintan. "Ich werde einmal andere Sportarten ausüben, wie Basketball." Sein Trainer-Vater Zeljko Jukic war früher Basketballer gewesen.














