Österreichs Asse haben sich für Dubai-WM gut positioniert
Nach der EM ist vor der WM. Europas Top-Schwimmer haben in den vergangenen Tagen in Eindhoven auf der Kurzbahn ihre kontinentalen Positionen bezogen, bereits in gut zwei Wochen wird es in Dubai gegen die Weltelite gehen.
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Aus dem 14-köpfigen österreichischen EM-Aufgebot werden sechs Aktive schon Ende kommender Woche die Reise in die Emirate antreten, dazu kommt der steirische Debütant Christian Scherübl. Das größte Selbstbewusstsein wird natürlich Dinko Jukic von den Europameisterschaften in den Saisonausklang mitnehmen. Mit Gold über 200 m Delfin und Bronze über 200 m Lagen positionierte er Österreich in der Medaillenwertung im Alleingang auf Rang acht. Der Europameister hat sich in Richtung Olympia 2012 wieder weiterentwickelt. In Dubai gilt es nun, den nächsten Schritt zu machen.
Paukenschlag
Der Fortschritt im österreichischen Schwimmsport wurde in der "Pieter van den Hoogenband"-Halle jedoch vor allem dadurch dokumentiert, dass in Abwesenheit von Markus Rogan das Trio Martin Spitzer, David Brandl und Hunor Mate mit jeweils fünften Rängen für die zweitbesten Platzierungen hinter Jukic gesorgt hat. Sonst waren immer nur Fabienne Nadarajah und - bis zu ihrem letzten Rennen im Sommer 2009 - Mirna Jukic mit vorne dabei. Spitzer sorgte beinahe im allerletzten OSV-Renneinsatz bei diesen Titelkämpfen für einen Paukenschlag, indem er im Delfinsprint Bronze nur um 8/100 Sekunden verpasste. Seit dem Silberlauf von Maxim Podoprigora am 15. Dezember 2002 bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Riesa finden sich in der Medaillen-Auflistung des österreichischen Verbandes (OSV) nur die Namen Rogan, Nadarajah und Jukic. Spätestens in einem Jahr bei der Stettin-EM könnte sich das ändern.
Beeindruckt haben die beiden neuen Brustlagen-Spezialistinnen im Team. Nach Ablegen der ersten Nervosität abgebrüht wie Routiniers, haben sie inmitten von Europas Elite mitgemischt. Der 19-jährigen Tirolerin Caroline Reitshammer gelang mit Rang sieben über 200 m Brust sogar eine faustdicke Überraschung. Die Plätze neun für sie und elf für die 16-jährige Oberösterreicherin Christina Strigl im Sprint passten da gut dazu. Strigl wird wie der noch rund acht Monate jüngeren Kärntnerin Lisa Zaiser - sie sorgte mit fünf für ein Viertel aller persönlichen Bestleistungen im OSV-Team - viel Talent und eine große Zukunft bescheinigt. Vor der letzten Finalsession wurde von internationalen Fotografen ausgerechnet sie für ein spezielles Fotoshooting auf und am Startblock ausgewählt, die Welserin gab sich auch da ganz profihaft. Auf Strigl setzt ihr Coach Marco Wolf große Stücke.
International haben die Deutschen mit zehnmal Gold bzw. 22 Medaillen gezeigt, dass ihre harten Limitzeiten zur Förderung der Leistungen das richtige Mittel waren. Ob die Deibler-Brüder und Co. in Dubai aber auch nur ähnlich erfolgreich sein werden, ist fraglich. Briten wie Polen ließen die EM zugunsten der WM-Vorbereitung aus, etwa die Franzosen schickten nur ein B-Team. Und dann werden vor allem auch die Stars aus Übersee auf den WM-Startlisten stehen.















