Für Rogan kann Silber doch noch glänzen
Markus Rogan holte bei der EM in Budapest mit Silber über 200 m Rücken die zweite Medaille für Österreich und seine 30. insgesamt. Martin Spitzer durchbrach über 50 m Kraul eine österreichische Schallmauer.

Foto © APAMarkus Rogan
So schnell kann's gehen. War Markus Rogan nach seinem Silber über 200 m Lagen noch zu Tode betrübt, so freute er sich nun über Silber über 200 m Rücken so wie nie zuvor. "War das vor ein paar Tagen meine ,schiachste' Silbermedaille, so ist das hier sicher meine schönste", strahlte der Wiener bei der Langbahn-EM in Budapest. Zurecht, feierte der 28-Jährige mit seinem bereits 30. Edelmetall bei Großereignissen doch ein schönes Jubiläum.
Knappe Entscheidung
Nur 13 Hundertstel fehlten dem Titelverteidiger, der im Finale auf Bahn eins schwimmend nach 100 Metern noch auf dem achten und damit letzten Platz gelegen war, auf das vom Russen Stanislaw Donez gewonnene Gold. Im Lagen-Rennen hatte Rogans Rückstand auf den Ungarn Laszlo Cseh noch drei Zehntel betragen. Dabei hätte der 28-Jährige über die 200 m Rücken (seine eigentliche Paradedisziplin) auch leer ausgehen können. Denn mit nur sechs Hundertstel Rückstand auf Rogan holte der Franzose Benjamin Stasilius Bronze, der viertplatzierte Pole Radoslaw Kawecki hatte auch nur 14 Hundertstel hinter Rogan angeschlagen.
Die Silberne (es war zugleich das zweite Edelmetall für Rot-Weiß-Rot bei diesen Europameisterschaften) ist Rogans vierte Langbahn-EM-Medaille über 200 m Rücken. Auch 2002 in Berlin hatte er Silber geholt. Gold gewann der in Los Angeles trainierende Österreicher außer 2008 in Eindhoven auch 2004 in Madrid. Tatsache ist aber, dass der Wiener nun auch zwei seiner drei Europameister-Titel los ist. Rogan besitzt nur noch jenen über 200 m Lagen auf der Kurzbahn. Ob er den Ende November in Eindhoven verteidigt, ist noch offen. Die Kurzbahn-WM im Dezember in Dubai hat er fix im Plan.
Starke Vorstellungen
Der Rest der Österreicher? Martin Spitzer verpasste über die 50 m Kraul zwar den Einzug ins Semifinale, durchbrach aus heimischer Sicht aber dennoch eine Schallmauer. Denn der Steirer blieb in 22,86 als erster Österreicher unter 23 Sekunden. Diese Zeit linderte Spitzers Schmerz über das verpasste Weiterkommen. Freuen durfte sich auch Nina Dittrich. Die Wienerin kam über die 1500 m Kraul mit OSV-Rekord (16:23,63 Minuten) auf den tollen sechsten Rang und feierte damit ihren bislang größten Erfolg. Und im Springen vom 3-m-Brett landete Veronika Kratochwil auf Platz zwölf.
Features
Steckbrief
Markus ROGAN
Geboren:
4. Mai 1982 in Wien
Wohnorte: Los Angeles, Wien
Größe/Gewicht: 1,95 m/90 kg
Familienstand: ledig
Verein: SC Hakoah
Trainer: Dave Salo (USA)
Beruf: Schwimmer
Hobbys: Schwimmen, Reden, Denken
Homepage: http://www.markusrogan.at













