Gegen Tunesien um die goldene Ananas
Keine Diskussionen über Teamchef Magnus Andersson nach Österreichs Enttäuschung bei der WM in Schweden. Die Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2017 ist fixiert. Österreich - Tunesien live im Ticker!

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Sein Gesichtsausdruck war oft fragend. Seine Bewegungen waren langsam. Seine Körpersprache war nicht die eines Trainers, der in jeder Situation weiß, was er seiner Mannschaft mit ins Spiel geben muss. Magnus Andersson (44), mit Schweden zweimal Welt-, vier Mal Europameister und Welthandballer des Jahres, ist bei seiner ersten WM als Teamchef gescheitert.
Statt in der Hauptrunde zu stehen, beginnt Österreich heute gegen Tunesien (14 Uhr, ORF Sport+ live) im "President's Cup" und spielt dort, weil zuvor bloß Gruppen-Fünfter, nur noch um die Plätze von 17 abwärts. Kommt da automatisch auch der Nationaltrainer ins Schussfeld? "Das wäre doch absurd. Wir haben ja gerade erst angefangen", sagt ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner. Und er lässt Zweifel an Andersson gar nicht erst aufkommen. Man werde jedoch nach der WM "gemeinsam den weiteren Weg skizzieren".
Vertrag bis 2013
Im Sommer 2010 hat Andersson das Team übernommen, bis Sommer 2013 läuft sein Vertrag. "Allerdings mit der Option für beide Seiten, nach einem Jahr auszusteigen", grenzt Hausleitner ein. Und mit der Option, dass Andersson neben dem Nationalteam auch als Klubtrainer arbeiten darf. Selbst bei einem Scheitern in der EM-Qualifikation für Serbien 2012 (Österreich ist mit einem Remis in Deutschland und einem Sieg gegen Island toll gestartet) stehe "der Teamchef nicht zur Diskussion", sagt auch ÖHB-Boss Gerhard Hofbauer.
Fixiert ist auch Österreichs Bewerbung für die WM 2017. Die Chancen? Hausleitner: "Das hängt davon ab, wer die WM 2015 bekommt und wer auf der Strecke bleibt". In zwei Jahren wird in Spanien gespielt, für 2015 bewerben sich bisher Katar, Südkorea, Frankreich und Norwegen. Ungefähr 12 Millionen Euro, das doppelte der EM 2010, würde Österreich eine WM kosten.











