Armstrong drohen Klagen
Unmittelbar nach Bekanntgabe des angeblichen Geständnisses des gefallenen Radstars Lance Armstrong haben sich erste mögliche Kläger zu Wort gemeldet.

Foto © APLance Armstrong sprach mit Talkmasterin Oprah Winfrey
So will etwa ein australischer Bundesstaat Schadenersatz in Millionenhöhe. Wie Premierminister Jay Weatherill erklärte, habe man dem Texaner für seine Teilnahme an der Tour Down Under in den Jahren 2009 bis 2011 ein beträchtliches Startgeld bezahlt. Für die drei Starts dürfte Armstrong insgesamt rund neun Millionen US-Dollar (6,75 Mio. Euro) kassiert haben.
Die "Sunday Times" kündigte indes an, von Armstrong rund 1,6 Millionen Dollar (1,2 Mio. Euro) zu verlangen, nachdem dieser die Zeitung einst aufgrund von Doping-Anschuldigungen wegen Verleumdung verklagt und bei einem Vergleich knapp 500.000 Dollar (374.784,50) erhalten hatte. Die höchsten Schadenersatzforderungen dürfte US Postal stellen, der Hauptsponsor von Armstrongs Radsport-Gruppe.
Armstrong wird dennoch nicht verarmen
Der Postbetrieb soll in Summe rund 40 Millionen Dollar (knapp 30 Mio. Euro) ins Team gepumpt haben. Nun nachdem Armstrong als Dopingsünder überführt ist, will US Postal wohl mindestens so viel wieder zurück, da die Einnahme von leistungssteigernden Mitteln in den Verträgen mit den Fahrern ausdrücklich verboten war.
Und natürlich wird auch der Internationale Radsportverband (UCI) Armstrong zur Rückzahlung der Preisgelder auffordern. "Das Reglement ist deutlich: Wenn einem Fahrer der Platz aberkannt wird, der Geld einbringt, muss er zurückzahlen", betonte Tour-de-France-Chef Christian Prudhomme.
In seiner Existenz bedrohen werden alle diese Forderungen Armstrong gleichwohl nicht. Sein Vermögen wird auf rund 120 Millionen Dollar (knapp 90 Mio. Euro) geschätzt.














