Dopingkontrollen von historischem Ausmaß
6250 Tests werden bei den Olympischen Spielen durchgeführt. London und seine Dopingjäger sind für die größte Anti-Doping-Aktion der Geschichte bereit.

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Ob das eine abschreckende Wirkung hat: Die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) hat in einem offenen Brief alle dopenden Sportler aufgefordert, den Olympischen Spielen (27. Juli bis 12. August) sowie den Paralympics (29. August bis 9. September) in London fern zu bleiben. "Ich sage es so klar wie möglich. Wenn du als gedopter Athlet vorhast an den Spielen teilzunehmen, dann musst du dich aus dem Olympia-Aufgebot zurückziehen", schrieb WADA-Präsident John Fahey. Noch deutlicher wurde der britische Sportminister Hugh Robertson. Seine Botschaft an Dopingsünder: "Wir kriegen euch, wenn ihr betrügen wollt!"
London ist für die größte Anti-Doping-Aktion der Sportgeschichte bereit. Nicht weniger als 6250 Tests werden während der Spiele durchgeführt. Zum Vergleich: Vor vier Jahren in Peking gab es "nur" 5600 Überprüfungen. "Die Chance, nicht erwischt zu werden, war noch nie so klein", betonte WADA-Chef Fahey weiters.
Das Doping-Labor in London hat eine Größe von 4400 Quadratmetern. Das entspricht ungefähr dem Ausmaß von sieben Tennisplätzen. 1000 Mitarbeiter - davon 150 Experten - sind während der Spiele rund um die Uhr im Einsatz. Auch drei Spezialisten aus dem Seibersdorfer Doping-Kontrolllabor werden eingeladen, bei den Spielen unterstützend mitzuwirken. Täglich werden bis zu 400 Proben analysiert, Ergebnisse liegen innerhalb von 24 Stunden vor. Die Proben werden bis zu acht Jahre lang gelagert. Jedes Jahr werden neue Nachweisverfahren entwickelt.
Wer muss in London zum Dopingtest? Auf alle Fälle die Medaillengewinner der 302 Bewerbe, dazu werden weitere Athleten ausgelost. Auch Rekorde finden nur Anerkennung, wenn ein negativer Dopingtest vorliegt.













