Slowenin gegen Kaution aus U-Haft entlassen
Die Mutter von drei Kindern ist in die Villa nach Bad Kleinkirchheim zurückgekehrt, sie darf Österreich nicht verlassen. 250.000 Euro Kaution wurden hinterlegt.

Foto © APA/BundeskriminalamtDie Slowenin soll mit ihrem Mann weltweit mit Doping gedealt haben
Eine Freundin hat sie am Tor der Klagenfurter Justizanstalt abgeholt. Dann ging es direkt in die Millionenvilla nach Bad Kleinkirchheim, wo ihre Zwillingstöchter (sechs Jahre alt) bereits sehnsüchtig auf die 33 Jährige warteten. "Meine Mandantin ist erleichtert. Trotz aller Belastungen der Haft blickt sie jetzt wieder optimistischer in die Zukunft." So kommentiert der Klagenfurter Anwalt Roland Grilc die überraschende Freilassung der 33-jährigen Slowenien am Mittwoch.
Wie von der Kleinen Zeitung berichtet, war die Tochter einer bekannten slowenischen Diplomaten- und Unternehmerfamilie am 27. Dezember des Vorjahres in Bad Kleinkirchheim gemeinsam mit ihrem Gatten (36) von Dopingfahndern des Bundeskriminalamtes und des Einsatzkommandos "Cobra" verhaftet worden. Der Grund: Ein Auslieferungsantrag der Justizbehörden im amerikanischen Bundesstaat Massachusetts aus dem Jahr 2010. Mittlerweile wurde dem Auslieferungsantrag sowohl vom Landesgericht Klagenfurt als auch vom Oberlandesgericht Graz stattgegeben. Das Ehepaar steht im Verdacht, zwischen 2000 und 2008 mit dem weltweiten Internethandel von illegalen Dopingmitteln einen Gewinn von 40 Millionen Euro gemacht zu haben.
Die Laibacher Tageszeitung "Delo" berichtet, dass für die Freilassung der 33-Jährigen eine Kaution von 250.000 Euro beim Landesgericht hinterlegt wurde. "Ja, es wurde eine Kaution gezahlt", bestätigt Roland Grilc. Die Höhe wollte er nicht kommentieren. Grilc will nun für den in U-Haft sitzenden Ehemann der Slowenien zumindest einen Hausarrest mit Fußfesseln zu erwirken.













